Gravel GPX 🔄 Zuletzt aktualisiert: 6.10.2026 ✍️ Author: Mariusz Wolters (Nakręcone Rowerem) (Abenteuer- & Gravelradsport) 📅 Fahrtdatum: 11.09.2022 🚴 Fahrrad: Rose Backroad AL GRX 400 (2020) ⏱️ ~6 Min. Lesezeit 📄 1065 Wörter 🛡️ Geprüfter GPX-Track vom Radcomputer aufgezeichnet

Gravel-Trail auf der Sobieszewo-Insel: Von den Moränenhügeln an die schäumende Ostsee

Streckenstart 📍 Danzig, Pommern, Polen GPS: 54.3563°N, 18.5808°E
Ziel 🏁 Danzig, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start) GPS: 54.3559°N, 18.5805°E
Streckentyp / Charakter Rundkurs (geschlossene Schleife) Rundkurs (geschlossene Schleife)

✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)

Distanz 53 km
Höhenmeter +147 m
Schwierigkeit Moderat (Mit Grundfitness gut machbar)
Ø Geschw. 20.6 km/h
Fahrzeit 2h 34m
Streckentyp Rundkurs (geschlossene Schleife)
Streckenstart Danzig, Pommern, Polen
Ziel Danzig, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start)
⚡ Touren-Zusammenfassung: Reportage einer vielseitigen 53-km-Graveltour vom Danziger Moränenrand an die Ostseestrände der Sobieszewo-Insel. Flüssiger Schotter, Polder unter dem Meeresspiegel und ein finaler 19-%-Anstieg auf dem Rose Backroad AL.
📍 Offizieller GPS-Track • 53 km

GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer

Laden Sie die kostenlose GPX-Spur dieser Radtour herunter. Die Datei kann auf Fahrradcomputern von Garmin Edge, Wahoo ELEMNT, Hammerhead Karoo, Bryton Rider sowie in Apps wie Komoot, OsmAnd und Ride with GPS verwendet werden.

Eine faszinierende 53-Kilometer-Runde von den Moränenhöhen in Danzig durch das geschichtsträchtige Weichsel-Nogat-Delta (Żuławy) und die küstennahen Kiefernwälder der Sobieszewo-Insel. Abwechslungsreicher Schottergenuss zwischen Danziger Bucht und Meeresrauschen.
📋 Inhaltsverzeichnis (8 Abschnitte)
  1. 1. Gravel-Trail auf der Sobieszewo-Insel: Von den Moränenhügeln an die schäumende Ostsee
  2. 2. Die Tour auf einen Blick
  3. 3. Hinab ins Tiefland: Erste Kilometer und Abfahrt ins Weichseldelta
  4. 4. Über die Klappbrücke auf die Insel: Meeresbrise und Nadelwälder in Sobieszewo
  5. 5. Spuren der Kolonisten: Rückweg durch die Depression
  6. 6. Das Moränen-Finale: Kletterpartie von -1 m auf 104 m ü. d. M.
  7. 7. Sehenswertes an der Strecke
  8. 8. Praktischer Guide: Kaffeepause, Wasser & Setup

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Gravelowy raj w Gdańsku! | Odkrywamy Wyspę Sobieszewską rowerem

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Interaktive GPS-Karte

Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten

Strava Profile ↗ 📥 trasa_7792590015_53km.gpx
Distanz 53 km
Höhenmeter +147 m
Ø Geschw. 20.6 km/h
Fahrzeit 2h 34m
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Streckenprofil & Bodenbelag

Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps

🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:

  • ✓ Brücke des 100. Jahrestages der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens in Sobieszewo
  • ✓ Küstenwaldstreifen und Ostsee-Strandzugang (Eingang 19)
  • ✓ Uferpromenade und Windungen der Toten Weichsel entlang der Nadwiślańska-Straße
  • ✓ Historische Siedlungsspuren im Weichseldelta und Alter Friedhof in Przejazdowo
  • ✓ Finaler Moränenanstieg mit Weitblick über Danzig und die Bucht

🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag

Überwiegend flaches Streckenprofil entlang des Tals der Toten Weichsel und der Küstenpolder. Die Oberfläche bietet eine ausgewogene Mischung aus feinem Asphalt, landwirtschaftlichen Wirtschaftswegen, festem Waldschotter und Hochwasserdämmen. Den sportlichen Schlusspunkt setzt eine steile Moränenrampe bei der Rückkehr nach Danzig (kurzzeitig bis zu 19 % Steigung).

🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung

Optimal ist ein Gravelbike oder ein sportliches Trekkingrad mit 38 bis 45 mm breiten Reifen und Allroundprofil (z. B. Pirelli Cinturato Gravel M). Ein Tubeless-Reifendruck von 2,0 bis 2,3 bar garantiert exzellente Traktion auf sandigen Waldstücken und minimalen Rollwiderstand auf schnellen Asphaltabschnitten.

📍 Ort — Polen

Danzig, Pommern, Polen (PL) — 53 km, +147m.

⛰️ Interaktives Höhenprofil
Min: 1 m | Max: 104 m | Höhenmeter: +147 m
0.0 km 13.3 km 26.5 km 39.8 km 53 km

Gravel-Trail auf der Sobieszewo-Insel: Von den Moränenhügeln an die schäumende Ostsee

Die Morgenluft am Stadtrand von Danzig (Danzig) riecht nach feuchtem Buchenwald und einer frischen Meeresbrise, die unmissverständlich die Nähe der Danziger Bucht ankündigt. Während die ersten Sonnenstrahlen das dichte Blätterdach des Dreistadt-Landschaftsparks durchdringen, erwacht die Metropole unten im Tal nur langsam. Diese Ausfahrt sollte mehr sein als reines Grundlagentraining: eine bewusste Flucht aus dem urbanen Trubel in die weiten Polderlandschaften des Weichsel-Nogat-Deltas (Żuławy) und die unberührten Ecken der Sobieszewo-Insel. Eine Tour, auf der die stählernen Werftkräne rasch von wogendem Schilf und harzig duftenden Küstenkiefern abgelöst werden.

Im Sattel des Rose Backroad AL rücken die Verhältnisse schnell an ihren Platz. Wenige kräftige Kurbelumdrehungen genügen, um geschlossene Wohnsiedlungen hinter sich zu lassen. Unter den Stollen wechselt kühler Asphalt in das vertraute Knirschen kompakter Feldwege. Vor mir liegen über fünfzig Kilometer, auf denen brettebene Schwemmlandpolder auf die schroffe Kante der eiszeitlichen Moräne treffen.

📋 Übersicht Streckenparameter
Parameter Daten
Distanz 53 km
Höhenmeter +147 m
Reine Fahrzeit ~2h 34m
Gefahrenes Rad Rose Backroad AL GRX 400 (2020)
Höchster Punkt / Panorama 104 m ü. d. M. (km 52,2)
Königsetappe / Scharfer Anstieg 1,2 km (+95 m, max. 19 %)
Streckencharakter Landschaftliche Gravel-Tour / Gravel-Flow & ruhige Nebenstraßen

Hinab ins Tiefland: Erste Kilometer und Abfahrt ins Weichseldelta

Der Start auf dem Moränenplateau auf über einhundert Metern Meereshöhe schenkt ein beeindruckendes Panorama. Die ersten Kilometer sind pures Gleiten: Der kühle Fahrtwind belebt, während die Abfahrt ins Flusstal zügig Fahrt aufnimmt. Die 45 mm breiten Pirelli Cinturato Gravel M dämpfen Fahrbahnunebenheiten souverän und halten in schnellen Kurven verlässlich die Spur. Der Landschaftswechsel erfolgt schlagartig: Urbane Dichte weicht dem unendlichen Horizont des Weichseldeltas.

Über ruhige Verbindungswege geht es entlang schmaler Entwässerungsgräben ostwärts. Das Wasser spiegelt den makellosen Frühsommerhimmel. Ringsum breiten sich fruchtbare Böden aus; die Luft schmeckt nach feuchter Erde und jungem Gras. Der Autoverkehr verstummt komplett und weicht den Rufen von Graureihern und Kranichen, die auf den Feuchtwiesen rasten.

Der Weg nähert sich dem Bett der Toten Weichsel (Martwa Wisła). Gemächlich schiebt der Fluss seine Wassermassen Richtung Ostsee. Auf den geschotterten Dammabschnitten zeigt das Rose Backroad seine harmonische Abstimmung – die Carbongabel filtert feine Vibrationen, sodass der Blick entspannt über die grüne Weite bis zum Horizont schweifen kann.

Über die Klappbrücke auf die Insel: Meeresbrise und Nadelwälder in Sobieszewo

Bei Kilometer 22 markiert eine imposante Stahlkonstruktion das Tor zur Insel: die Brücke des 100. Jahrestages der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens bei Wiślinka. Die moderne Klappbrücke überspannt die Weichsel und erschließt das vom Fluss isolierte Eiland. Eine kurze Kaffeepause an der Turystyczna-Straße erlaubt den Blick auf vertäute Fischkutter und Sportsegler. Das Wasser gluckert an den Pfeilern, in der Luft liegt feines Meersalz.

Jenseits des Ufers wandelt sich die Szenerie in maritime Abgeschiedenheit. Der Track taucht in den dichten Küstenwald ein, der die Dünenzüge befestigt. Asphalt weicht weichem Waldboden, auf dem dicke Nadelteppiche das Abrollgeräusch der Pneus dämpfen. Bei Kilometer 27 lohnt der Halt am Strandzugang 19. Das Rad ruht an den Holzständern, während der Holzsteg direkt an die Ostsee führt. Ein weiter, menschenleerer Sandstrand empfängt den Fahrer mit rhythmischem Brandungsrauschen – Weite, Seeschwalben und eine wohltuende Ruhe abseits hektischer Seebäder.

Entlang der Nadwiślańska-Straße folgt die Route anschließend dem Flusslauf. Bei Kilometer 31 öffnet sich erneut ein weiter Blick über das Wasser: Historische Anlegestellen, Netztrockenplätze und geduckte Holzhäuser unter Weidenbäumen spiegeln die traditionelle Flusskultur wider.

Spuren der Kolonisten: Rückweg durch die Depression

Nach Verlassen der Sobieszewo-Insel schwenkt der Track nach Süden in die Marschlandschaft um Przejazdowo. Geografisch hochinteressant: Der barometrische Höhenmesser sinkt gegen Null und fällt bei Rzęsna sogar auf minus einen Meter ab. Unter dem Meeresspiegel durch dieses ausgeklügelte Entwässerungssystem zu rollen, verdeutlicht die Pionierleistung der mennonitischen Siedler, die das Delta einst urbar machten.

Bei Kilometer 38 an der Landstraße 501 in Przejazdowo markiert der Alte Friedhof einen Ort des Innehaltens. Unter uraltem Baumbestand zeugen verwitterte, moosüberzogene Grabstelen von der wechselvollen pommerschen Geschichte.

Über landwirtschaftliche Wege entlang der Deiche führt der Kurs zurück Richtung Danzig. Der zuvor günstige Wind steht nun auf der Nase. Im tiefen Unterlenkergriff des ausgestellten Gravel-Lenkers lässt sich jedoch eine kompakte Position halten. Die Shimano GRX 400 schaltet präzise durch die Ritzel und sorgt trotz aufkommender Müdigkeit für ein flottes Reisetempo.

Das Moränen-Finale: Kletterpartie von -1 m auf 104 m ü. d. M.

Die Schlussphase bricht radikal mit dem bisherigen Rhythmus. Nach Dutzenden flachen Kilometern baut sich unvermittelt der mächtige Waldrücken der Danziger Endmoräne auf. Zwischen Kilometer 47 und 52 wartet die Scharfrichter-Steigung des Tages: gut 1,2 Kilometer kontinuierlicher Anstieg mit knapp 100 Höhenmetern und Steigungsspitzen von bis zu 19 Prozent.

Hier zahlt sich die 11-36T-Kassette in Verbindung mit der 46/30T-Kurbel voll aus. Im leichtesten Gang bleibt die Trittfrequenz auf den gepflasterten Serpentinen rund. Mit jedem gewonnenen Höhenmeter öffnet sich der Rückspiegel: Das Weichseldelta liegt wie ein grünes Mosaik in der Tiefe, durchzogen vom Band der Toten Weichsel, während im Norden das Blau der Danziger Bucht schimmert.

Der Kulminationspunkt auf 104 Metern Meereshöhe wird bei Kilometer 52,2 erreicht. Erschöpfung weicht augenblicklich purer Zufriedenheit. An eine alte Eiche gelehnt, füllt frische Waldluft die Lungen. In gut zweieinhalb Stunden offenbarte diese Runde die ganze Bandbreite der Region: von eiszeitlichen Steilrampen über weite Polder bis zur wilden Ostseeküste.

Sehenswertes an der Strecke

  • ↳ Klappbrücke in Sobieszewo: 2018 fertiggestellte moderne Klappbrücke über die Tote Weichsel, die die alte Pontonbrücke ersetzte; herrlicher Ausblick auf Fluss und Yachthafen.
  • ↳ Küstenwälder & Strand (Zugang 19): Unberührter Strandabschnitt auf der Sobieszewo-Insel, eingebettet in duftende Kiefernwälder – ideal für eine entspannte Rast.
  • ↳ Historischer Friedhof & Polder in Przejazdowo: Zeugnisse der mennonitischen Entwässerungskunst und der pommerschen Siedlungsgeschichte.

Praktischer Guide: Kaffeepause, Wasser & Setup

  • ↳ Kaffeepause & Verpflegung: Bester Stopp für einen Espresso ist das Umfeld der Klappbrücke (km 22,1 an der Turystyczna-Straße in Wiślinka) mit schönem Blick auf den Schiffsverkehr.
  • ↳ Wasser nachfüllen: Getränke lassen sich unkompliziert in den Dorfläden in Sobieszewo oder Przejazdowo auffüllen. Rastbänke finden sich am Strandzugang 19 sowie an den Uferwiesen der Toten Weichsel.
  • ↳ Rad- & Reifenwahl: Ideal ist ein Gravelbike mit 40 bis 45 mm Bereifung. Diese Breite meistert tiefere Sandpassagen im Küstenwald problemlos und rollt leicht über Deichwege und Landstraßen.
  • ↳ Navigation: Wegen zahlreicher Verzweigungen auf Wirtschaftswegen empfiehlt sich das Laden des GPX-Tracks auf den Radcomputer.
❓

Häufig Gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour

Wie viel Zeit sollte man für die Tour einplanen?

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Die reine Fahrzeit beträgt ca. 2,5 Stunden bei moderatem Tempo (Schnitt 20–21 km/h). Mit Strandspaziergang an Zugang 19 und Fotostopps sind 3,5 bis 4 Stunden ideal.

Welche Höhepunkte warten entlang der Route?

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Zu den Highlights zählen die moderne Klappbrücke in Sobieszewo, der wilde Ostseestrand an Zugang 19, die Fischereianleger an der Toten Weichsel sowie das Moränenpanorama auf 104 m ü. d. M.

Welches Fahrrad und welche Reifen eignen sich am besten?

▾
Ein Gravelbike, Crosser oder leichtes Trekkingrad mit 40–45 mm breiten Allround-Reifen bietet die perfekte Balance aus Grip im Dünensand und Speed auf Asphalt.

Wie anspruchsvoll ist die Strecke fahrtechnisch und konditionell?

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Über 44 Kilometer verlaufen vollkommen flach und technisch anspruchslos. Die einzige echte Herausforderung ist der Moränenanstieg zwischen km 47 und 52 mit Rampen bis 19 %.
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