Gravel GPX 🔄 Zuletzt aktualisiert: 6.10.2026 ✍️ Author: Mariusz Wolters (Nakręcone Rowerem) (Abenteuer- & Gravelradsport) 📅 Fahrtdatum: 19.09.2026 🚴 Fahrrad: gravel 3T RACEMAX ⏱️ ~9 Min. Lesezeit 📄 1657 Wörter 🛡️ Geprüfter GPX-Track vom Radcomputer aufgezeichnet

Auf den weißen Straßen des Chianti: Die Gallo-Nero-Runde ab Gaiole auf dem 3T Racemax Gravelbike

Streckenstart 📍 Gaiole in Chianti, Toskana, Italien GPS: 43.4665°N, 11.4362°E
Ziel 🏁 Gaiole in Chianti, Toskana, Italien (Rückkehr zum Start) GPS: 43.4666°N, 11.4361°E
Streckentyp / Charakter Rundkurs (geschlossene Schleife) Rundkurs (geschlossene Schleife)

✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)

Distanz 82.5 km
Höhenmeter +1602 m
Schwierigkeit Anspruchsvoll (Fortgeschritten)
Ø Geschw. 15.3 km/h
Fahrzeit 5h 23m
Streckentyp Rundkurs (geschlossene Schleife)
Streckenstart Gaiole in Chianti, Toskana, Italien
Ziel Gaiole in Chianti, Toskana, Italien (Rückkehr zum Start)
⚡ Touren-Zusammenfassung: Fahrbericht über die 82 Kilometer lange Strecke L'Eroica – Percorso Corto Gallo Nero mit Start in Gaiole in Chianti auf einem 3T Racemax Rival Gravelbike. Eine Geschichte über toskanische Landschaften, Schotteranstiege mit bis zu 12 % Steigung, Höhenrücken auf 767 m ü. d. M. und eine sportliche Non-Stop-Fahrt durch Castelnuovo Berardenga, Radda in Chianti und rund um Lamole.
📍 Offizieller GPS-Track • 82.5 km

GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer

Laden Sie die kostenlose GPX-Spur dieser Radtour herunter. Die Datei kann auf Fahrradcomputern von Garmin Edge, Wahoo ELEMNT, Hammerhead Karoo, Bryton Rider sowie in Apps wie Komoot, OsmAnd und Ride with GPS verwendet werden.

Auf den Spuren der legendären L'Eroica Percorso Corto Gallo Nero im Herzen der Toskana. Über 82 Kilometer und 1.600 Höhenmeter inmitten von Weinbergen, Zypressenalleen und gnadenlosem Chianti-Schotter.
📋 Inhaltsverzeichnis (8 Abschnitte)
  1. 1. Auf den weißen Straßen des Chianti: Die Gallo-Nero-Runde ab Gaiole auf dem 3T Racemax
  2. 2. Tour- & Bike-Steckbrief
  3. 3. Hinein in den Trail: Die Morgenkühle von Gaiole und die ersten weißen Schotterbänder
  4. 4. Südliche Weinberge und mittelalterliche Festungen: Durch das Herz des Chianti nach Radda
  5. 5. Klettern in die Wolken: Der Scheitelpunkt auf 767 m ü. d. M. und endlose Bergkämme der Monti del Chianti
  6. 6. Rausch durch Waldpassagen und Rückkehr nach Gaiole
  7. 7. Sehenswürdigkeiten: Highlights an und abseits der Strecke
  8. 8. Praktischer Leitfaden: Kaffeepausen, Wasser und Streckentipps

▶ Strecken-Video & YouTube-Vlog

✓ Link in die Zwischenablage kopiert!
NR
▶

Nakręcone Rowerem — YouTube

YouTube HD

@nakrecone-rowerem • Radsport, Gravel & Berge

▶ Kanal abonnieren
🎬 Aktiver Videoplayer (1 / 1)

Full L'Eroica Gallo Nero Route 2026 POV Recording Breakdown - 83km in 13 minutes - Strade Bianche

ID: xKyOOCQdYGM YouTube ↗
⚡

Strecken-Reels / YouTube Shorts (1):

L'Eroica Strada Bianche Tuscany Gravel #eroica #leroica #tuscany #gravel #tuscanytravel

⚡ YouTube Short YT Short ↗
⛰️

Interaktive GPS-Karte

Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten

Strava Profile ↗ 📥 trasa_20242801100_82.5km.gpx
Distanz 82.5 km
Höhenmeter +1602 m
Ø Geschw. 15.3 km/h
Fahrzeit 5h 23m
✨

Streckenprofil & Bodenbelag

Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps

🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:

  • ✓ Die Wiege des Retro-Radsports: die malerische Piazza Ricasoli in Gaiole in Chianti
  • ✓ Postkartenreife Zypressenalleen und Weinberge rund um Castelnuovo Berardenga
  • ✓ Mittelalterliche Wehrmauern und Steingassen von Radda in Chianti
  • ✓ Wilde, bewaldete Kämme der Monti del Chianti mit dem Kulminationspunkt auf 767 m ü. d. M.
  • ✓ Terrassierte Hänge rund um Lamole mit weitem Blick über die toskanischen Hügelwellen

🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag

Die Route ist die Quintessenz des toskanischen Sterrato. Rund 50 % verlaufen über die berühmten Strade Bianche – fest gewalzte, helle Schotterpisten mit feinem Kalkschotter, die an steilen Rampen feines Gewichtsmanagement auf dem Hinterrad und auf Abfahrten höchste Konzentration erfordern. Die restlichen 50 % entfallen auf kurvenreichen Nebenstraßen-Asphalt wechselnder Qualität, der sich in Serpentinen über die Hügel schlängelt. Das Profil ist ein ständiges Auf und Ab mit mehreren giftigen Rampen von bis zu 12 % Steigung.

🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung

Das Gravelbike 3T Racemax Rival ist wie geschaffen für dieses Terrain – kompakte Geometrie und hohe Rahmensteifigkeit bringen jedes Watt explosiv auf die Schotterrampen, während das Aero-Profil auf windigen Kammabschnitten glänzt. Als Reifen empfehlen sich Semi-Slicks oder feinstollige Modelle in Breiten von 38 bis 42 mm, tubeless montiert mit 2,0 bis 2,4 bar Luftdruck, um Durchschläge und Schnitte an spitzen Kalksteinen bei schnellen Abfahrten zuverlässig zu verhindern.

📍 Ort — Italien

Gaiole in Chianti, Toskana, Italien (IT) — 82.5 km, +1602m.

⛰️ Interaktives Höhenprofil
Min: 224 m | Max: 766 m | Höhenmeter: +1602 m
0.0 km 20.6 km 41.3 km 61.9 km 82.5 km

Auf den weißen Straßen des Chianti: Die Gallo-Nero-Runde ab Gaiole auf dem 3T Racemax

Foto #1 der Radstrecke Strade Bianche w Chianti: Śladami L'Eroica na gravelu przez serce toskańskich winnic, 461 m ü.d.M., km 0. Nakręcone Rowerem, Datum: 19.09.2026, 10:08.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #1 (Streckenstart)
📍 Foto #1 (Streckenstart)

Der Morgen in Gaiole in Chianti schmeckt nach feuchter Erde, kühler Nachtluft in den Schatten alter Steinpalazzi und dem Duft von Reben, die in der ersten Morgensonne trocknen. In der Luft liegt jener feine, kreidige Staub, der für jeden Radsportler nur eines bedeutet: die legendären Strade Bianche. Gaiole ist kein gewöhnliches toskanisches Dorf. Es ist ein Heiligtum des Radsports, von dem aus jedes Jahr Tausende Begeisterte auf historischen Stahlrädern aufbrechen. Mein Ziel war die Runde Percorso Corto Gallo Nero – ein offizieller, 82 Kilometer langer Abschnitt des Eroica-Mythos, der die ungezähmteste Seite des Chianti Classico offenbart. Statt Wolltrikot und Lederschuhen begleitete mich ein modernes, kompromissloses Gravelbike: das 3T Racemax Rival. Ein purer, sportlicher Dialog moderner Technik mit historischen Schotterpisten.

Foto #2 der Radstrecke Strade Bianche w Chianti: Śladami L'Eroica na gravelu przez serce toskańskich winnic, 461 m ü.d.M., km 20.6. Nakręcone Rowerem, Datum: 19.09.2026, 10:11.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #2 (km ~20.6)
📍 Foto #2 (km ~20.6)
📋 Übersicht Streckenparameter
Parameter Daten
Distanz 82.5 km
Höhenmeter +1602 m
Reine Fahrzeit (netto) ~5h 23m
Bike auf der Strecke Gravelbike 3T RACEMAX RIVAL
Höchster Punkt / Panorama 767 m ü. d. M. (km 64,7)
Königsetappe / Steilstück 4 km (+212 hm, max. 12 %)
Streckencharakter Konditionell forderndes Abenteuer / Flüssiger Schotter & ruhige Nebenstraßen

Hinein in den Trail: Die Morgenkühle von Gaiole und die ersten weißen Schotterbänder

Foto #3 der Radstrecke Strade Bianche w Chianti: Śladami L'Eroica na gravelu przez serce toskańskich winnic, 514 m ü.d.M., km 41.3. Nakręcone Rowerem, Datum: 19.09.2026, 14:23.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #3 (km ~41.3)
📍 Foto #3 (km ~41.3)

Die Ausfahrt aus Gaiole in Chianti in Richtung Süden kennt kein langes Vorgeplänkel. Kaum verlassen die Laufräder das Kopfsteinpflaster des Ortes, weicht der Asphalt einer hellen Kalksteinstraße, die kernig unter den Stollen knirscht. Die Sonne berührt gerade erst die Kuppen der Hügel, während die Täler noch in dichten Frühnebelschwaden versinken. Die Luft ist glasklar, erfüllt vom Aroma sonnenwarmer Kiefernnadeln und hoch aufragender Zypressen, die wie schlanke Säulen die Wege säumen.

Die ersten fünfzehn Kilometer verlangen Rhythmusgefühl und ständige Anpassung. Das 3T Racemax zieht spurtreu über den festgefahrenen Schotter und schluckt die hochfrequenten Vibrationen des toskanischen Wellblechprofils gelassen weg. Die Topografie diktiert das Tempo: Für monotones Dahinrollen gibt es hier keinen Raum. Das ständige Auf und Ab zwingt zur kontinuierlichen Gewichtsverlagerung. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neues Weingut, an dessen Hängen die Sangiovese-Reben in geometrischen Reihen steil zu Tale stürzen.

Foto #4 der Radstrecke Strade Bianche w Chianti: Śladami L'Eroica na gravelu przez serce toskańskich winnic, 644 m ü.d.M., km 61.9. Nakręcone Rowerem, Datum: 19.09.2026, 15:24.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #4 (km ~61.9)
📍 Foto #4 (km ~61.9)

Rund um Kilometer 20 erreicht der Kurs das Gebiet von Castelnuovo Berardenga – das südliche Bollwerk des Chianti. Hier beruhigt sich die Topografie für einen Moment. Der Blick weitet sich über die sanften Lehmhügel der Crete Senesi im Süden, und die Schotterpiste geht in ein schmales, geschwungenes Asphaltband über. Zeit für einen tiefen Atemzug und einen Schluck Elektrolyte, denn die Konturen am Horizont kündigen die ersten echten Steilprüfungen an.

Südliche Weinberge und mittelalterliche Festungen: Durch das Herz des Chianti nach Radda

Foto #5 der Radstrecke Strade Bianche w Chianti: Śladami L'Eroica na gravelu przez serce toskańskich winnic, 553 m ü.d.M., km 82.5. Nakręcone Rowerem, Datum: 19.09.2026, 17:09.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #5 (Streckenziel)
📍 Foto #5 (Streckenziel)

Nach dem landwirtschaftlichen Plateau bei Kilometer 20 wartet der erste Härtetest für die Waden: ein vier Kilometer langer Anstieg mit über zweihundert Höhenmetern und giftigen Rampen von bis zu 12 %. Der Schotter bergauf ist trocken, stellenweise lose und mit scharfkantigen Kalksteinen durchsetzt. Hier kommt es auf eine feinfühlige Balance des Körperschwerpunkts an: Zieht man zu beherzt am Lenker, dreht das Hinterrad auf den losen Steinen durch; beugt man sich zu weit vor, fehlt der Anpressdruck auf der Antriebsachse. Das Racemax spielt hier seine rassige Race-Geometrie voll aus: Das steife Tretlager überträgt jedes Watt verlustfrei auf den Untergrund und klettert Meter um Meter dem Kamm entgegen.

Vorbeiziehende Steingüter im Schatten alter Steineichen wirken wie aus der Zeit gefallen. Kein Autoverkehr, kein Zivilisationslärm – nur das eigene gleichmäßige Atmen, das Knistern der Steinchen unter den Reifen und das trockene Zirpen der Zikaden. Der Weg schlängelt sich durch silbrig glänzende Olivenhaine, bevor nach einer Reihe schneller, technischer Abfahrten bei Kilometer 41 Radda in Chianti erreicht wird.

Radda thront wie eine Festung auf seiner Anhöhe. Die mittelalterlichen Stadtmauern und der markante Palazzo del Podestà zeugen von der einstigen Macht des Chianti-Bundes, dessen Wappentier der stolze schwarze Hahn – der Gallo Nero – war. Die Gassen strahlen eine vornehme Ruhe aus. Durch die schattigen Torbögen zieht der Duft von frischem Espresso und Holzofenbrot, doch der GPX-Track verzeiht heute keine Kaffeepausen. Eine Non-Stop-Fahrt verlangt Konsequenz: ein kurzer Blick auf die trutzigen Fassaden, ein Riegel aus der Trikottasche, und schon rollen die Laufräder wieder hinab in die kühlen Flusstäler, wo der Anlauf auf das Dach der Tour beginnt.

Klettern in die Wolken: Der Scheitelpunkt auf 767 m ü. d. M. und endlose Bergkämme der Monti del Chianti

Die zweite Hälfte der Schleife zeigt eine völlig andere Toskana. Die manikürten Postkarten-Weinberge weichen dichten, wilden Kastanien- und Eichenwäldern, die die Höhenzüge der Monti del Chianti überziehen. Ab Kilometer 55 klettert die Straße unbarmherzig empor. Der Asphalt wird rau, aufgebrochen von Baumwurzeln, und geht schließlich wieder in eine raue Waldpiste über. Hier nähert sich die Route dem legendären Bergdorf Lamole, berühmt für seine dramatischen Terrassen und die höchstgelegenen Weinberge der Region.

Bei der offiziellen L'Eroica wartet in Lamole die legendäre Verpflegung mit dampfender Ribollita, toskanischer Fenchelsalami und fließendem Chianti, serviert von Dorfbewohnern in historischen Trachten. Heute jedoch liegt die Strecke still und einsam da. Wer diese Serpentinen abseits des Trubels bezwingt, spürt die historische Wucht dieses Terrains unverfälscht. Man verlässt sich einzig auf die Verpflegung aus der eigenen Trikottasche und das Wasser in den Flaschen.

Der Kulminationspunkt folgt bei Kilometer 64,7. Der Radcomputer zeigt exakt 767 m ü. d. M. an – das Dach der Tour. Eine beinahe andächtige Stille herrscht hier oben, nur unterbrochen vom Wind in den Wipfeln der Pinien. Zwischen den Ästen tut sich ein atemberaubendes Panorama auf: Im Westen erstreckt sich das gewellte Tal von Greve in Chianti, dahinter zeichnen sich die bläulichen Linien des Apennin ab. Die Anstrengung der vorangegangenen Stunden löst sich in purer Weite auf. Zeit für einen kurzen Halt, um das staubige Rad an einen Baumstamm zu lehnen und den weiten Horizont zu genießen, bevor die Gravitation das Kommando übernimmt.

Rausch durch Waldpassagen und Rückkehr nach Gaiole

Die Abfahrt ab dem Gipfelkamm (von km 64,7 bis km 70,3) fordert auf 5,4 Kilometern höchste Wachsamkeit. Über vierhundert Tiefenmeter werden in engen Schotterserpentinen vernichtet. Das Tempo zieht schlagartig an, und das 3T Racemax lässt sich messerscharf auf Zug halten. Die Reifen greifen in den trockenen Kies und ziehen eine weiße Staubfahne hinterher. Jedes Anbremsen vor den Kehren verlangt Feingefühl – toskanischer Sterrato verzeiht keine Unachtsamkeit, denn feiner Kalkschotter rollt unter den Reifen wie Kugellager.

Als der Wald schließlich zurückweicht, kehrt die liebliche Kulturlandschaft zurück. Die späte Nachmittagssonne steht tief und wirft lange Zypressenschatten quer über die Piste. Warmes, goldenes Licht umspült die Mauern einsamer Steingüter (rustici), und die Luft schmeckt nach trockenem Gras, wilder Minze und warmem Staub. Das Brennen in den Oberschenkeln nach über 1.600 Höhenmetern ist spürbar, doch das wellige Schottergelände der letzten zehn Kilometer erlaubt einen fast meditativen Vortrieb.

Die letzten Kilometer vor Gaiole in Chianti schließen den Kreis. Eine sanft abfallende Kurvenfolge durch das Tal des Massellone-Bachs bringt uns zurück zum Ausgangspunkt. Als die Reifen nach 5 Stunden und 23 Minuten wieder über das Kopfsteinpflaster der Piazza Ricasoli rollen, sind Rahmen und Beine von einer dicken Schicht weißem Staub überzogen. Es ist die schönste Medaille dieser Tour – der greifbare Beweis für eine erfolgreiche Bezwingung des kompromisslosen Gallo-Nero-Kurses.

Sehenswürdigkeiten: Highlights an und abseits der Strecke

  • ↳ Castello di Brolio (südlich von Gaiole): Eine imposante Höhenburg mit tausendjähriger Geschichte im Besitz der Adelsfamilie Ricasoli. Hier definierte Baron Bettino Ricasoli im 19. Jahrhundert die Originalrezeptur des Chianti Classico. Von den Zinnen bietet sich ein herrlicher Weitblick über die Weinberge des Südens. Die Burg liegt nur einen kurzen Abstecher von der Strecke entfernt.
  • ↳ Piazza Ricasoli und Eroica-Denkmal in Gaiole in Chianti: Start- und Zielort der Tour. Ein langgestreckter, von Sandsteinhäusern gesäumter Marktplatz, der als Herzkammer des Retro-Radsports gilt. Das stählerne Eroica-Monument am Rande des Platzes ist die Pflichtkulisse für das Erinnerungsfoto mit dem staubbedeckten Bike.
  • ↳ Mittelalterlicher Ortskern von Radda in Chianti: Die einstige Hauptstadt des Chianti-Bundes hat ihren ovalen Mauerring aus dem 14. Jahrhundert bewahrt. Lohnenswert ist eine gemächliche Durchfahrt über das Pflaster der Via Roma, ein Blick auf die Wappen am Palazzo del Podestà und die überdachten Wehrgänge (camminamento), die an heißen Tagen Schatten spenden.
  • ↳ Terrassenweinberge von Lamole: Ein außergewöhnliches Bergdorf an den Flanken des Monte San Michele. Die Reben gedeihen hier auf uralten Trockensteinmauern (muretti a secco), die die Tageswärme speichern und den Weinbau auf über 500 bis 600 Metern Höhe ermöglichen. Der Blick vom schmalen Sträßchen unterhalb von Lamole in den Talkessel zählt zu den schönsten Aussichten ganz Italiens.

Praktischer Leitfaden: Kaffeepausen, Wasser und Streckentipps

  • ↳ Kaffeepause & Regionale Genüsse: Die 82,5 Kilometer wurden hier im sportlichen Dauermodus absolviert – mit Riegeln, Gels und Elektrolyten direkt aus der Trikottasche während des Rollens. Wer es entspannter angeht, findet in Gaiole in Chianti nach der Runde perfekte Einkehrmöglichkeiten. An der Piazza Ricasoli laden Lokale wie die Bar Lo Sfizio oder das Ristoro di Vinca ein, bei gereiftem Pecorino, toskanischer Salami und einer nahrhaften Ribollita die geleerten Speicher wieder aufzufüllen.
  • ↳ Trinkwasserstellen und Rastplätze: Sonne und kreidiger Schotterstaub trocknen die Kehle schnell aus. Entlang der Route gibt es verlässliche öffentliche Trinkbrunnen (fontanelle). Frisches Wasser kann auf den Plätzen von Gaiole, Castelnuovo Berardenga und im Zentrum von Radda in Chianti nachgetankt werden. Bänke im Schatten von Zypressen finden sich an den Mauern von Radda sowie an Waldlichtungen nahe dem Scheitelpunkt unterhalb des Monte San Michele.
  • ↳ Rad- und Reifenempfehlung: Ideal ist ein wendiges Gravelbike mit bergtauglicher Übersetzung, um die giftigen 12-Prozent-Rampen rhythmisch treten zu können. Die optimale Reifenbreite liegt zwischen 38 und 42 mm. Ein feines Mittelprofil mit ausgeprägteren Schulterstollen bietet den perfekten Kompromiss aus Rollwiderstand auf Asphalt und Grip auf losem Schotter. Von schmalen Rennradreifen ist wegen der hohen Schnittgefahr an spitzen Kalksteinen dringend abzuraten.
  • ↳ Navigation und GPX-Track: Die Schleife des Percorso Corto Gallo Nero ist stellenweise mit den braunen Schildern der L'Eroica gekennzeichnet. An vielen Weggabelungen und Waldabzweigen fehlen jedoch Hinweise. Es wird dringend empfohlen, den GPX-Track auf den Radcomputer oder das Smartphone zu laden, um ohne Suchpausen flüssig durchzufahren.
❓

Häufig Gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour

Wie viel Zeit sollte man für die Gallo-Nero-Runde einplanen?

▾
Die reine Fahrzeit bei sportlich-zügigem Tempo ohne lange Pausen liegt bei etwa 5 Stunden und 20 Minuten. Für eine touristische Ausfahrt mit Fotostopps an Zypressenalleen, Aussichtspunkten und einer Einkehr in Radda in Chianti empfiehlt sich ein voller Tag (ca. 7 bis 8 Stunden).

Welche Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte liegen an der Strecke?

▾
Zu den absoluten Höhepunkten zählen der historische Marktplatz in Gaiole in Chianti, die Stadtmauern und Gassen von Radda in Chianti, das Weitblick-Panorama auf 767 m ü. d. M. in den Monti del Chianti sowie die einzigartigen Terrassenweinberge rund um Lamole.

Welches Fahrrad und welche Reifen eignen sich am besten?

▾
Optimal ist ein modernes Gravelbike (wie das 3T Racemax) oder ein leichtes Cyclocross-Rad. Bewährt haben sich Reifen in Breiten von 38 bis 42 mm mit Tubeless-Setup, die Traktion auf losem Schotter garantieren und vor Pannen durch spitzen Kalkstein schützen.

Gibt es unterwegs Möglichkeiten, Trinkwasser aufzufüllen?

▾
Ja, in den Ortschaften Gaiole in Chianti, Castelnuovo Berardenga und im Zentrum von Radda in Chianti stehen kostenlose städtische Trinkwasserbrunnen (fontanelle) mit frischem Wasser bereit.
🎨
Für Kinder & Familie • 65 A4-Vorlagen

Kostenlose Fahrrad-Malvorlagen A4 für Kinder & Familie

65 druckfertige Vektor-Vorlagen (300 DPI, ohne Login). Gravel, Full MTB, E-Bike & XC!

Malvorlagen Öffnen ➔