Gravel GPX 🔄 Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026 ✍️ Author: Mariusz Wolters (Nakręcone Rowerem) (Abenteuer- & Gravelradsport) 📅 Fahrtdatum: 18.06.2023 🚴 Fahrrad: Rose Backroad AL GRX 400 (2020) ⏱️ ~6 Min. Lesezeit 📄 1158 Wörter 🛡️ Geprüfter GPX-Track vom Radcomputer aufgezeichnet

Gravel-Runde von Danzig nach Marienburg: Durch die Weiten des Werderlandes zur Ordensburg

Streckenstart 📍 Danzig, Pommern, Polen GPS: 54.3560°N, 18.5800°E
Ziel 🏁 Danzig, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start) GPS: 54.3559°N, 18.5804°E
Streckentyp / Charakter Rundkurs (geschlossene Schleife) Rundkurs (geschlossene Schleife)

✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)

Distanz 133.6 km
Höhenmeter +312 m
Schwierigkeit Anspruchsvoll (Fortgeschritten)
Ø Geschw. 23.1 km/h
Fahrzeit 5h 47m
Streckentyp Rundkurs (geschlossene Schleife)
Streckenstart Danzig, Pommern, Polen
Ziel Danzig, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start)
⚡ Touren-Zusammenfassung: Eine abwechslungsreiche Schotter-Rundtour von Danzig durch das Weichsel-Werderland (Żuławy Wiślane) bis zur Ordensburg Marienburg. Über 133 Kilometer schneller Schotter, Flussdeiche und ruhige Straßen verbinden weite Polder mit imposanter Backsteingotik.
📍 Offizieller GPS-Track • 133.6 km

GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer

Laden Sie die kostenlose GPX-Spur dieser Radtour herunter. Die Datei kann auf Fahrradcomputern von Garmin Edge, Wahoo ELEMNT, Hammerhead Karoo, Bryton Rider sowie in Apps wie Komoot, OsmAnd und Ride with GPS verwendet werden.

Eine 133 Kilometer lange Gravel-Tour von den Danziger Moränenhügeln durch die polderreichen Weiten des Weichsel-Werderlandes (Żuławy Wiślane) bis direkt vor die Tore der Marienburg (Zamek w Malborku). Feiner Schotter, historische Entwässerungskanäle und ein dynamischer Schlussanstieg.
📋 Inhaltsverzeichnis (8 Abschnitte)
  1. 1. Gravel-Runde von Danzig nach Marienburg: Durch die Weiten des Werderlandes zur Ordensburg
  2. 2. Die Tour auf einen Blick
  3. 3. Hinab ins Tiefland: Moränenabfahrt und Weite des Werderlandes
  4. 4. Backsteingotik an den Ufern der Nogat: Halbzeit an der Marienburg
  5. 5. Idyllische Rückfahrt: Windmühlen, Deiche und der Weg nach Pruszcz Danzigi
  6. 6. Der Schlussanstieg: Gipfelpunkt auf 126 m ü. M.
  7. 7. Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
  8. 8. Praxis-Guide: Verpflegung, Wasser und Streckentipps
⛰️

Interaktive GPS-Karte

Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten

Strava Profile ↗ 📥 trasa_9291156229_133.6km.gpx
Distanz 133.6 km
Höhenmeter +312 m
Ø Geschw. 23.1 km/h
Fahrzeit 5h 47m
✨

Streckenprofil & Bodenbelag

Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps

🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:

  • ✓ Schnelle Abfahrt von den Danziger Moränenhügeln hinab in die weiten Polderebenen des Weichsel-Werderlandes
  • ✓ Malerische Werderdörfer mit historischer mennonitischer Vorlauben-Architektur rund um Cedry Wielkie
  • ✓ Monumentale Kulisse der Ordensburg Marienburg direkt am Ufer der Nogat
  • ✓ Fließende Schotterpassagen entlang von Meliorationskanälen und ehemaligen Eisenbahntrassen
  • ✓ Sportlicher Schlussanstieg auf die Danziger Moräne mit weitem Blick über die Dreistadt

🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag

Überwiegend ebene Schotterpisten, feste Feldwege und verkehrsarme Nebenstraßen mit hervorragendem Asphalt. Über 95 Kilometer verlaufen bretteben durch das Delta, eingerahmt von einer schwungvollen Anfangsabfahrt und einem knackigen Moränenanstieg bei der Rückkehr nach Danzig.

🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung

Optimal ist ein Gravelbike oder leichtes Crossrad mit 38 bis 45 mm breiten Reifen, die auf glattem Schotter wenig Rollwiderstand bieten und auf Feldwegen Komfort garantieren. Auf den offenen Poldern ist Windschutz und winddichte Kleidung ratsam; zwei volle Trinkflaschen und ausreichend Energieriegel sind Pflicht.

📍 Ort — Polen

Danzig, Pommern, Polen (PL) — 133.6 km, +312m.

⛰️ Interaktives Höhenprofil
Min: 5 m | Max: 126 m | Höhenmeter: +312 m
0.0 km 33.4 km 66.8 km 100.2 km 133.6 km

Gravel-Runde von Danzig nach Marienburg: Durch die Weiten des Werderlandes zur Ordensburg

Foto #1 der Radstrecke Z Gdańska do Malborka Gravelem 133 km, 17 m ü.d.M., km 60.4. Nakręcone Rowerem, Datum: 18.06.2023, 16:29.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #1 (km ~60.4)
📍 Foto #1 (km ~60.4)

Die morgendliche Luft in Danzig (Danzig) schmeckt nach frischer Ostseebrise und feuchtem Mischwald, der die Hänge der Moränenhügel bedeckt. Der Start im Morgengrauen auf über hundert Metern Höhe sorgt sofort für Erfrischung auf einer schnellen, geschwungenen Abfahrt hinunter ins Tiefland. Hinter mir erwacht die Stadt, während vor dem Lenker eine Route liegt, die an einem Tag zwei gegensätzliche Welten vereint: die dynamischen Hügel der Dreistadt und die spiegelglatten, fast meditativen Weiten des Weichsel-Werderlandes (Żuławy Wiślane). Das Tagesziel heißt Marienburg (Malbork) – die gewaltige gotische Backsteinfestung des Deutschen Ordens, erreichbar über Schotterbänder, Deichwege und ruhige Wirtschaftswege.

Das Gravelbike surrt leise über die ersten Abschnitte und frisst mühelos Kilometer. Eine Distanz von 133 Kilometern erfordert solides Krafteinteilen, zumal auf den offenen Poldern der Wind zum ständigen Begleiter oder hartnäckigen Widersacher werden kann. Doch heute bleibt die Wetterlage stabil, und die Morgensonne bricht durch den Dunst über dem dichten Netz aus Entwässerungsgräben.

Die Tour auf einen Blick

📋 Übersicht Streckenparameter
Parameter Daten
Distanz 133.6 km
Höhenmeter +312 m
Reine Fahrzeit ~5h 47m
Fahrrad Gravelbike (Danzig - Marienburg Runde)
Höchster Punkt / Aussicht 126 m ü. M. (km 126)
Schlüsselanstieg 3.1 km (+92 hm, max 7%)
Streckencharakter Ausdauernde Tagestour / Schneller Schotterflow und ruhige Nebenstrecken

Hinab ins Tiefland: Moränenabfahrt und Weite des Werderlandes

Die ersten Kilometer bieten reine Dynamik. Das Hinabrollen von der Danziger Moräne in Richtung Weichseldelta umfasst fast drei Kilometer gleichmäßigen Gefälles, auf denen der kühle Fahrtwind die letzte Müdigkeit vertreibt. Das Rad liegt ruhig in den Kurven, während der Asphalt bald ruhigen Feldwegen weicht. Mit dem Erreichen von Cedry Wielkie verwandelt sich das Landschaftsbild schlagartig: Die bewaldeten Hänge verschwinden, und der Horizont weitet sich zu einer endlosen geraden Linie unter blauem Himmel.

Das Werderland empfängt uns mit dem Duft feuchter Erde und dem Rascheln dichter Schilfgürtel an den Gräben. Der Schotter unter den Pneus ist trocken, fest gewalzt und schnell. Alte Kopfweiden säumen den Weg wie Wächter der Polder und markieren alte Grundstücksgrenzen der holländischen Siedler. Verkehr gibt es praktisch keinen; zu hören sind nur das gleichmäßige Abrollen der Reifen und der Gesang der Feldlerchen.

Das Fahren auf diesen weiten Ebenen hat etwas Kontemplatives. Jeder Kurbelumschwung bringt die Reise näher an das historische Kernland des Ordensstaates. Um Kilometer 28 taucht die Route mitten in das Herz der Niederung ein, wo die Meereshöhe stellenweise nur knapp über null liegt. Das Raumgefühl ist überwältigend, und die geometrische Aufteilung von Kanälen und Feldern verleiht der Fahrt einen harmonischen Rhythmus.

Backsteingotik an den Ufern der Nogat: Halbzeit an der Marienburg

Rund um Kilometer 50 nähert sich die Route dem Flusslauf der Nogat. Hier verbindet sich die Polderlandschaft mit jahrhundertealter Geschichte. Die Luft riecht nach sonnenwarmem Gras und ufernahem Buschwerk. Kleine Brücken und Wirtschaftswege queren die trägen Wasserarme, die einst als natürliche Verteidigungslinie dienten.

Der visuelle Höhepunkt der ersten Tourhälfte folgt bei Kilometer 69. Als hinter einer Baumgruppe unvermittelt die monumentalen roten Ziegelmauern der Marienburg (Zamek w Malborku) emporragen, bremst man unwillkürlich ab. Der Anblick dieser größten Backsteinburg der Welt vom Flussufer aus ist schlicht atemberaubend. Das dunkle Rot des Ziegels kontrastiert mit dem saftigen Grün der Uferwiesen und dem Blau des Wassers. Vom Sattel aus wirkt das Bauwerk noch gewaltiger als aus den touristischen Gassen.

Für einen Burgrundgang bleibt heute keine Zeit – der Schnitt will gehalten werden. Eine kurze Rast auf dem Uferweg, ein Gel aus der Trikottasche, ein paar Schlucke Isotonik aus der Flasche, und schon rollen die Räder wieder nordwärts. Die kühle Brise des Flusses und der Hauch der Geschichte begleiten die ersten Kilometer des Rückwegs.

Idyllische Rückfahrt: Windmühlen, Deiche und der Weg nach Pruszcz Danzigi

Die Schleife zurück führt am westlichen Rand der Niederung über abgelegene Wirtschaftswege und Deichkronen entlang. Der Schotter wird stellenweise etwas grobkörniger, doch breite Gravelreifen federn Unebenheiten souverän ab. Die Kulturlandschaft glänzt mit traditionellen Vorlaubenhäusern, deren Fachwerk zwischen alten Lindenalleen hervorblitzt – Zeugen des einstigen Wohlstands der Werderbauern.

Gegen Kilometer 100 bei Pruszcz Danzigi verabschiedet sich die Strecke langsam vom Flachland. Die Beine spüren die Distanz, doch dank konsequenter Kohlenhydratzufuhr lässt sich das Tempo problemlos über 23 km/h halten. In Pruszcz kreuzt die Route den historischen Radaunekanal (Kanał Raduni), ein mittelalterliches Meisterwerk der Wasserbaukunst, das das Wasser nach Danzig leitet.

Das Nachmittagslicht wird golden und wirft lange Baumschatten über das Schotterband. Es ist jener Moment, in dem die Zufriedenheit über die Kilometer mit dem Respekt vor der letzten Bewährungsprobe verschmilzt: dem Aufstieg zurück auf die Moräne.

Der Schlussanstieg: Gipfelpunkt auf 126 m ü. M.

Nach mehr als 120 Kilometern fast ausnahmslosem Flachland beginnt das Gelände unvermittelt anzusteigen. Der Schlüsselanstieg des Tages fordert Konzentration: über drei Kilometer kontinuierlicher Höhengewinn mit Rampen bis zu 7 Prozent Steigung. Aus dem Polder geht es hinein in bewaldete Hohlwege und die hügeligen Vororte Danzigs. Jetzt heißt es runterschalten, Druck auf die Pedale bringen und den Puls kontrollieren.

Bei Kilometer 126 ist der Scheitelpunkt erreicht: 126 Meter über dem Meeresspiegel. Vom offenen Moränenrücken eröffnet sich ein spektakuläres Panorama. Tief unten liegt die dunstige Weite des Weichsel-Werderlandes, durch die wir noch am Mittag pedalierten, und in der Ferne glitzert die Danziger Bucht. Die frische Kuppe belohnt für knapp sechs Stunden engagierte Ausdauerarbeit.

Die letzten Kilometer führen entspannt bergab zum Ausgangspunkt in Danzig. Die 133 Kilometer lange Runde hinterlässt tiefe Eindrücke von friedlichen Flusslandschaften, monumentaler Gotik und den welligen Hügeln Pommerns.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

  • ↳ Marienburg und Nogat-Uferpromenade: Die weltberühmte Ordensburg des Deutschen Ordens gilt als größtes Backsteinbauwerk weltweit. Vom Radweg am Ufer der Nogat aus bietet sich der spektakulärste Fotoblick auf Hoch- und Mittelschloss. Auf der Promenade lohnt ein kurzes Verweilen.
  • ↳ Vorlaubenhäuser und mennonitisches Erbe: In den Ortschaften rund um Cedry Wielkie sind historische Fachwerkbauten mit markanten Holzvorlauben erhalten. Sie zeugen von den niederländischen Einwanderern, die das Weichseldelta im 16. und 17. Jahrhundert entwässerten.
  • ↳ Aussichtspunkt Danziger Moräne (126 m ü. M.): Die Moränenhügel südwestlich von Danzig bieten eine natürliche Aussichtsplattform mit Blick über die Weichselniederung bis hin zur Ostsee.

Praxis-Guide: Verpflegung, Wasser und Streckentipps

  • ↳ Verpflegung unterwegs & Regeneration: Die 133 km lange Runde wurde im sportlichen Nonstop-Modus ohne Einkehr absolviert. Nehmen Sie mindestens 4–5 Energieriegel, Gels und Iso-Pulver mit. In Danzig empfiehlt sich im Anschluss ein Besuch der Cafés in der Altstadt oder in Wrzeszcz.
  • ↳ Wasserstellen und Rastplätze: Trinkwasser lässt sich unkompliziert in Dorfläden in Cedry Wielkie, Miłoradz oder Malbork nachkaufen. An den Nogatdeichen und Radrouten stehen überdachte Rastpilze mit Tischen für kurze Pausen bereit.
  • ↳ Empfohlenes Fahrrad und Bereifung: Erste Wahl ist ein Gravelbike mit 38–42 mm breiten Semi-Slick-Reifen. Die Wege sind meist gut rollend; ausreichendes Reifenvolumen schluckt vereinzelte Betonplatten und Rüttelpisten, ohne auf Asphalt Kraft zu kosten.
  • ↳ Navigation und GPX-Track: Im dichten Kanalnetz des Werderlandes verliert man mangels markanter Erhebungen schnell die Orientierung. Ein geladener GPX-Track auf dem Radcomputer verhindert Sackgassen an Meliorationsgräben.
❓

Häufig Gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour

Wie viel Zeit sollte man für diese Gravel-Runde einplanen?

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In sportlichem Gravel-Tempo liegt die reine Fahrzeit bei unter 6 Stunden (ca. 5h 45min). Wer Besichtigungen an der Marienburg, Fotostopps an Vorlaubenhäusern und Pausen am Fluss einplant, sollte einen vollen Tag von 7 bis 9 Stunden veranschlagen.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Strecke?

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Zu den Highlights gehören das Panorama der Ordensburg Marienburg an der Nogat, historische Vorlaubenhäuser im Werderland, der Radaunekanal sowie der Aussichtspunkt auf der Danziger Moräne (126 m ü. M.) mit Weitblick über das Delta.

Welches Fahrrad und welche Reifen eignen sich am besten?

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Ideal ist ein Gravelbike oder sportliches Crossrad mit Reifenbreiten von 38 bis 45 mm und leichtem Profil. Das garantiert Tempo auf langen Geraden sowie Fahrsicherheit auf Feldwegen und vereinzelten Betonplatten.
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