Gravel-Runde von Danzig in die Moränenhügel der Kaschubischen Seenplatte: 108 km durch Wälder, Seen und einsame Schotterwege
✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)
GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer
Laden Sie die kostenlose GPX-Spur dieser Radtour herunter. Die Datei kann auf Fahrradcomputern von Garmin Edge, Wahoo ELEMNT, Hammerhead Karoo, Bryton Rider sowie in Apps wie Komoot, OsmAnd und Ride with GPS verwendet werden.
- 1. Gravel-Runde von Danzig in die Moränenhügel der Kaschubischen Seenplatte: 108 km durch Wälder, Seen und einsame Schotterwege
- 2. Tourdaten und Setup
- 3. Auf die Moränen: Start in Danzig und Ausfahrt ins Grüne
- 4. Durch das Herz der Kaschubei: Wälder, Heiden und stille Weiler
- 5. Die Schlüsselstelle: Die Rampe bei Przywidz und das Panorama auf 273 m
- 6. Hinab zur Küste: Nachmittagssonne und Rückkehr nach Danzig
- 7. Sehenswertes entlang der Strecke
- 8. Praktischer Tourguide: Verpflegung, Wasser und Ausrüstung
▶ Strecken-Video & YouTube-Vlog
Nakręcone Rowerem — YouTube
YouTube HD@nakrecone-rowerem • Radsport, Gravel & Berge
Kaszuby na Gravelu: Najlepsze szutry w okolicy Trójmiasta!
Interaktive GPS-Karte
Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten
Streckenprofil & Bodenbelag
Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps
🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:
- ✓ Aussichtsreicher Moränenkamm bei Przywidz (273 m ü. d. M.) mit Panoramablick über Felder und Wälder der Kaschubei
- ✓ Herrliche Waldschotterpisten und idyllische Abschnitte entlang der Radunia bei Kolbudy
- ✓ Verlassene Schotter- und Feldwege durch Dörfer und Mischwälder rund um Nowa Karczma und Lubieszynek
- ✓ Vielseitige nacheiszeitliche Moränenlandschaft mit schnellen Schotterabfahrten und steilen Rampen bis 22 %
🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag
Die Tour kombiniert glatte Forstschotterwege, feste Feldwege und verkehrsarme Nebenstraßen. Das Terrain ist stetig kupiert: Die Moränenhügel der Kaschubischen Seenplatte summieren sich auf über 1000 Höhenmeter mit kurzen, steilen Rampen von über 20 % und kurvenreichen Abfahrten.
🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung
Optimal ist ein modernes Gravelbike oder ein leichtes Cross-/Hardtail-MTB. Empfehlenswert sind Reifen mit 40 bis 45 mm Breite und Allround-Profil (z. B. Pirelli Cinturato Gravel M) für verlässlichen Grip auf losem Schotter, Tannennadeln und Sand. Aufgrund der Distanz von über 100 km sind zwei große Trinkflaschen und Tubeless-Pannenset unverzichtbar.
📍 Ort — Polen
Danzig, Pommern, Polen (PL) — 108.8 km, +1040m.
Gravel-Runde von Danzig in die Moränenhügel der Kaschubischen Seenplatte: 108 km durch Wälder, Seen und einsame Schotterwege
Die morgendliche Luft in Danzig hat eine Frische, die die Sinne sofort schärft. Während die Stadt langsam erwacht, rollen die Reifen meines Gravelbikes bereits nach Südwesten, dem sanft geschwungenen Horizont der Kaschubischen Seenplatte entgegen. Der heutige Plan ist ambitioniert und verlockend: den Trubel des Ballungsraums hinter sich lassen, tief in alte Wälder eintauchen und echten pommerschen Schotter unter den Stollen spüren. Vor mir liegen über einhundert Kilometer Moränenhügel, Flusstäler und verträumte kaschubische Dörfer, in denen die Uhren noch anders ticken.
Die Moränenlandschaft dieser Region überrascht immer wieder. Trotz der Nähe zur Ostsee hat das Terrain rein gar nichts mit norddeutscher Tieflandmonotonie gemein. Jeder Kilometer westlich der Dreistadt ist ein stetiger Aufstieg auf eiszeitliche Höhenzüge, durchschnitten von Rinnenseen, Bachtälern und dichten Mischwäldern. Hier atmet man Weite, feuchten Waldboden und den Duft sonnenwarmen Nadelholzes – beste Vorboten für einen perfekten Tag im Sattel.
| Parameter | Wert |
| Distanz | 108.8 km |
| Höhenmeter | +1040 m |
| Fahrzeit (netto) | ~5h 35m |
| Gefahrenes Rad | Rose Backroad AL GRX 400 (2020) |
| Höchster Punkt / Aussicht | 273 m ü. d. M. (km 80.5) |
| Schlüsselanstieg | 0.7 km (+52 hm, max. 22 %) |
| Charakter | Konditionell fordernde Ausdauerrunde / Flotter Schotter-Flow und ruhige Nebenstrecken |
Auf die Moränen: Start in Danzig und Ausfahrt ins Grüne
Die ersten Kilometer trete ich in gleichmäßigem Rhythmus und lasse die Danziger Ausfallstraßen hinter mir. Zur frühen Stunde herrscht kaum Verkehr; der kühle Seewind von der Danziger Bucht weicht schnell geschützten Vororttrassen. In Richtung Łapino Kartuskie und Kolbudy weicht der Asphalt dichten Grünzügen. Ich erreiche das Tal der Radunia – ein Fluss mit erstaunlich rascher, fast voralpiner Strömung, der sich tief in die Moränen eingegraben hat.
Der Asphalt weicht feinem Waldboden und Schotter. Mein Rose Backroad AL GRX 400 ist in seinem Element. Der Alurahmen dämpft feine Vibrationen, die Carbongabel steuert präzise durch verwinkelte Kurven. Die Pirelli Cinturato Gravel M in 45 mm Breite, gefahren mit knapp über 2 bar, surren leise auf festem Untergrund und vermitteln viel Vertrauen auf feuchteren Abschnitten.
Hinter Łapino und Czapielsk wird die Szenerie rauer, geprägt von Land- und Forstwirtschaft. Das Gelände beginnt zu wellen: kurze Senken gefolgt von bissigen Gegensteigungen entlang alter Baumalleen. Sonnenstrahlen bahnen sich den Weg durch alte Eichen- und Buchenkronen. Der Duft von frisch gemähtem Gras und Kiefernharz liegt in der Luft. Gedanken an den Alltag verblassen – jetzt zählt nur noch der Rhythmus der Kurbelumdrehungen.
Durch das Herz der Kaschubei: Wälder, Heiden und stille Weiler
Der Mittelteil der Schleife quert das Dreiländereck der Gemeinden Kolbudy, Nowa Karczma und Liniewo. Die Gegend um Czarna Huta und Jasiowa Huta ist die Quintessenz der Kaschubei: einsame Gehöfte aus rotem Backstein, hölzerne Scheunen und traditionelle Wegkreuze an staubigen Weggabelungen. Autoverkehr existiert hier praktisch nicht. Stattdessen dominieren Sand- und Schotterpisten, die sich an Waldrändern entlangschlängeln.
Der Untergrund wechselt gelegentlich: Fester Feinschotter geht in sandigere Passagen über, die der letzte Regen angespült hat. Dank der breiten Reifen mit ausgeprägten Schulterstollen meistert das Rad diese Passagen ohne Traktionsverlust. Um Kilometer 55 passiere ich Nowa Karczma und Lubieszynek. Die Landschaft öffnet sich zu weiten Wiesenplateaus, die den Blick auf blau schimmernde Moränenzüge freigeben.
Dieses Terrain lehrt Respekt vor eiszeitlicher Topografie. Kaum ein Kilometer verläuft bretteben; ständiges Hoch und Runter verlangt aktives Fahren im Stehen und häufige Gangwechsel. Auf einer sonnigen Lichtung hinter Lubieszynek halte ich kurz an, um die absolute Stille zu genießen – nur der Wind in den Wipfeln und das leise Knistern der abkühlenden Bremsscheiben sind zu hören.
Die Schlüsselstelle: Die Rampe bei Przywidz und das Panorama auf 273 m
Das anspruchsvollste und zugleich spektakulärste Teilstück beginnt hinter dem Jezioro Przywidzkie (Przywidz-See). Hier setzt der finale Anstieg an. Zwischen Kilometer 74 und 75 wartet eine 700 Meter lange Rampe mit Spitzenwerten von gnadenlosen 22 %. Die Shimano GRX RX400 mit bergtauglicher Übersetzung lässt mich im Tritt bleiben, doch jeder Meter Schotter verlangt Konzentration, Druck auf dem Hinterrad und ordentlich Watt auf dem Pedal.
Die Belohnung folgt bei Kilometer 80: der Kulminationspunkt auf 273 m ü. d. M. Vor mir breitet sich ein atemberaubendes Panorama über die Kaschubische Seenplatte aus: Mosaike aus Feldern, dunkle Nadelwälder und versteckte Waldseen in den Senken. Die Luft ist spürbar frischer. An solchen Punkten begreift man, wie wild und gebirgig Pommern abseits der Küste sein kann.
Nach kurzer Rast folgt die Abfahrt: knapp drei Kilometer Schotterdownhill ins Tal. Das Gravelbike zieht sauber seine Linie, die hydraulischen GRX-Scheibenbremsen verzögern verlässlich vor engen Kehren, und die Reifen schlucken groben Schotter problemlos. Der Tacho klettert über 50 km/h – Gravel-Flow pur.
Hinab zur Küste: Nachmittagssonne und Rückkehr nach Danzig
Das letzte Streckenviertel führt tendenziell bergab zurück in den Danziger Ballungsraum. Von Przywidz und Piekło Dolne halte ich mich ostwärts über Borowina und Jankowo Danzigie. Die tief stehende Nachmittagssonne taucht die Felder in warmes Gold.
Das Relief beruhigt sich zusehends, und das Gefälle sorgt für hohes Reisetempo ohne übermäßigen Krafteinsatz. Ruhige Asphalt-Nebenstraßen wechseln sich mit schnellen Schotterpassagen ab. Die Beine spüren die über 100 Kilometer und 1000 Höhenmeter, doch es ist die wunderbare Erschöpfung einer gelungenen Gravel-Ausfahrt.
Als am Horizont die ersten Außenbezirke von Danzig auftauchen, schließt sich der 109-Kilometer-Kreis. Ein erstklassiges Gravel-Abenteuer: abwechslungsreich, naturnah und vollgepackt mit regionalem Charakter.
- ↳ Przywidz-See (Jezioro Przywidzkie) und Schlosspark: Malerischer Rinnensee, umgeben von Buchenwäldern. In Przywidz lohnt sich ein Blick auf die neugotische Kirche. Der Uferweg eignet sich ideal für eine kurze Rast vor dem Steilanstieg.
- ↳ Durchbruchstal der Radunia bei Kolbudy: Eine der markantesten Naturlandschaften Pommerns. Der Fluss schneidet tief in die Moränenhügel ein und vermittelt fast mittelgebirgiges Flair. Historische Wasserkraftwerke zeugen von der langen Tradition der Wasserkraftnutzung.
- ↳ Historische Baukultur in Nowa Karczma: Typische kaschubische Backsteinbauten aus dem frühen 20. Jahrhundert und kunstvoll geschmiedete Wegkreuze säumen die verkehrsarmen Wege.
Praktischer Tourguide: Verpflegung, Wasser und Ausrüstung
- ↳ Kaffeepause & Resupply: Für eine ausgiebige Pause empfiehlt sich Danziga, Lubieszynek (km 56.6, ca. 14 Min. Pause) zur optimalen Verpflegung auf halber Strecke. Start- und Zielort bietet mit dem Haltepunkt Franciszka Rakoczego, Danzig (km 0) hervorragende Logistik für den morgendlichen Espresso oder das Finisher-Getränk. Kürzere Zwischenstopps erfolgten an folgenden Punkten: Jabłoniowa, Łapino Kartuskie (16.9 km), 221, Czapielsk (20.9 km), Reknicka, Marszewo (28.1 km), Biała, Czarna Huta (40.7 km), Jesionowa, Jasiowa Huta (49.5 km), Kamiony, Nowa Karczma (54 km), Horniki Górne, Lubieszynek (55.9 km), 221, Lubieszynek (57.1 km), Łąkowa, Borowina (65.5 km), Taneczna, Piekło Dolne (71.6 km), Szkolna, Przywidz (74.5 km) sowie Generała Józefa Wybickiego, Jankowo Danzigie (100.2 km).
- ↳ Wasserstellen & Rastplätze: Supermärkte und Dorfläden in Nowa Karczma, Przywidz und Kolbudy sichern die Trinkwasserversorgung. Überdachte Rastplätze finden sich am Gemeindestrand in Przywidz sowie auf Waldparkplätzen des Forstamts Kolbudy.
- ↳ Fahrrad & Reifen: Gravelbike oder leichtes Hardtail mit 40–45 mm breiten Reifen. Wegen vereinzelter Sandpassagen und steiniger Abfahrten ist ein Tubeless-Aufbau bei 2.0 bis 2.3 bar Druck ideal.
- ↳ Navigation & GPX: Stellenweise verzweigen sich Forstwege ohne Wandermarkierungen. Das Laden des GPX-Tracks auf den Radcomputer oder das Smartphone ist dringend empfohlen.
Häufig Gestellte Fragen (FAQ)
Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour
Wie viel Zeit sollte man für diese 108-km-Runde einplanen?
▾
Welche landschaftlichen Highlights zeichnen die Strecke aus?
▾
Welcher Fahrradtyp und welche Reifen sind am besten geeignet?
▾
Ist die Strecke für Einsteiger geeignet?
▾
Kostenlose Fahrrad-Malvorlagen A4 für Kinder & Familie
65 druckfertige Vektor-Vorlagen (300 DPI, ohne Login). Gravel, Full MTB, E-Bike & XC!