Gravel GPX 🔄 Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026 ✍️ Author: Mariusz Wolters (Nakręcone Rowerem) (Abenteuer- & Gravelradsport) 📅 Fahrtdatum: 25.05.2025 🚴 Fahrrad: Specialized Diverge Expert Carbon (2022) ⏱️ ~4 Min. Lesezeit 📄 777 Wörter 🛡️ Geprüfter GPX-Track vom Radcomputer aufgezeichnet

Weichseldelta-Graveltour: Danzig, Sobieszewo-Insel und das endlose Werder

Streckenstart 📍 Danzig, Pommern, Polen GPS: 54.3568°N, 18.5798°E
Ziel 🏁 Danzig, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start) GPS: 54.3560°N, 18.5804°E
Streckentyp / Charakter Rundkurs (geschlossene Schleife) Rundkurs (geschlossene Schleife)

✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)

Distanz 111.1 km
Höhenmeter +178 m
Schwierigkeit Anspruchsvoll (Fortgeschritten)
Ø Geschw. 21.4 km/h
Fahrzeit 5h 11m
Streckentyp Rundkurs (geschlossene Schleife)
Streckenstart Danzig, Pommern, Polen
Ziel Danzig, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start)
⚡ Touren-Zusammenfassung: Detaillierter Tourbericht über eine 111 km lange Gravel-Tour von den Danziger Moränenhügeln ins Weichseldelta und das Danziger Werder. Von der Sobieszewo-Insel über die Deiche des Weichseldurchstichs bis zu gotischen Ruinen in Steblewo verbindet die Route maritime Natur mit faszinierender Poldergeschichte.
📍 Offizieller GPS-Track • 111.1 km

GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer

Laden Sie die kostenlose GPX-Spur dieser Radtour herunter. Die Datei kann auf Fahrradcomputern von Garmin Edge, Wahoo ELEMNT, Hammerhead Karoo, Bryton Rider sowie in Apps wie Komoot, OsmAnd und Ride with GPS verwendet werden.

111 km lange Gravel-Ausfahrt von Danzig über die Sobieszewo-Insel und das Danziger Werder nach Kiezmark und Steblewo. Schnelle Schotterdeiche, maritime Dünenpfade und faszinierende Hydrotechnik.
📋 Inhaltsverzeichnis (8 Abschnitte)
  1. 1. Weichseldelta-Graveltour: Danzig, Sobieszewo-Insel und das endlose Werder
  2. 2. Tourdaten und Setup
  3. 3. Zur Mündung: Morgenrhythmus an der Toten Weichsel
  4. 4. Die Weite des Werders: Auf den Spuren der Mennoniten
  5. 5. Rückkehr zum Strom: Der Durchstich von 1895
  6. 6. Finale auf die Moränenhügel: Der Schlussanstieg
  7. 7. Sehenswürdigkeiten entlang der Route
  8. 8. Praxistipps: Kaffeepause, Wasser & Setup

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Strecken-Reels / YouTube Shorts (1):

Wyspa Sobieszewska i wał Wiślany z drona #gravel #specialized #gravelbike #diverge #dji #djiflip

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Interaktive GPS-Karte

Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten

Strava Profile ↗ 📥 trasa_14593233536_111.1km.gpx
Distanz 111.1 km
Höhenmeter +178 m
Ø Geschw. 21.4 km/h
Fahrzeit 5h 11m
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Streckenprofil & Bodenbelag

Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps

🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:

  • ✓ Fahrt über die Sobieszewo-Insel nahe den Naturschutzgebieten Mewia Łacha und Ptasi Raj
  • ✓ Schotterwege auf den Hochwasserschutzdeichen entlang des Weichseldurchstichs
  • ✓ Historische Fachwerkkirche in Kiezmark (Käsemark)
  • ✓ Ruinen der gotischen Backsteinkirche in Steblewo (Stüblau)
  • ✓ Historische Schleuse in Przegalina zwischen Toter Weichsel und Hauptstrom

🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag

Überwiegend flaches Tiefland- und Polderprofil im Weichseldelta, eingerahmt von knackigen Moränenhügeln zu Beginn und Ende der Schleife in Danzig. Der Untergrund wechselt zwischen ruhigen Nebenstraßen, feinem Deichschotter, Betonplattenwegen (Jumboplatten) und Waldwegen auf der Nehrung.

🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung

Empfohlen wird ein Gravelbike oder leichtes Crossrad mit 38 bis 45 mm breiten Tubeless-Reifen für optimalen Komfort auf Betonplatten und Schotterabschnitten. Eine winddichte Weste ist auf den offenen Polderflächen unerlässlich.

📍 Ort — Polen

Danzig, Pommern, Polen (PL) — 111.1 km, +178m.

⛰️ Interaktives Höhenprofil
Min: 1 m | Max: 81 m | Höhenmeter: +178 m
0.0 km 27.8 km 55.5 km 83.3 km 111.1 km

Weichseldelta-Graveltour: Danzig, Sobieszewo-Insel und das endlose Werder

Foto #1 der Radstrecke 111 km gravelem z Gdańska do Sobieszewa i dalej, -28 m ü.d.M., km 0. Nakręcone Rowerem, Datum: 25.05.2025, 13:27.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #1 (Streckenstart)
📍 Foto #1 (Streckenstart)

Die morgendliche Luft in Danzig trägt den herben, frischen Duft der Ostsee in sich, vermischt mit der feuchten Kühle der bewaldeten Schluchten des Landschaftsparks Dreistadt. Von den Moränenterrassen geht es im sanften Rausch bergab auf das tischebene Küstentiefland zu. Auf dieser Tour zählten keine Höhenmeter-Rekorde, sondern das Gefühl unendlicher Weite, geprägt vom jahrhundertealten Kampf zwischen Wasser und menschlicher Baukunst. Vor mir lagen über 111 Kilometer Gravel-Pfade über die Sobieszewo-Insel, entlang des Weichseldurchstichs (Przekop Wisły) und tief hinein in das stille, windumtoste Danziger Werder (Żuławy Danzigie).

Foto #2 der Radstrecke 111 km gravelem z Gdańska do Sobieszewa i dalej, -20 m ü.d.M., km 111.1. Nakręcone Rowerem, Datum: 28.05.2025, 20:14.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #2 (Streckenziel)
📍 Foto #2 (Streckenziel)
📋 Übersicht Streckenparameter
Parameter Wert
Distanz 111.1 km
Höhenmeter +178 m
Reine Fahrzeit ~5h 11m
Fahrradtyp Gravelbike mit 40 mm Tubeless-Bereifung
Höchster Punkt / Panorama 81 m ü. d. M. (km 110.3)
Schlüsselanstieg 2.8 km (+94 m, max. 8%)
Streckencharakter Konditionell fordernde Ausdauerrunde / Schneller Schotter und einsame Landwege

Zur Mündung: Morgenrhythmus an der Toten Weichsel

Startpunkt war das hügelige Danziger Moränenviertel. Nach einer flotten Abfahrt durch die städtischen Zubringer gab es an der Franciszka-Rakoczego-Straße einen kurzen Kontrollstopp für Trinkflaschen und Taschengurte. Kaum waren Hafenbecken und Industriezonen passiert, beruhigte sich die Landschaft schlagartig. Entlang der Toten Weichsel (Martwa Wisła) öffneten sich weite Schilfgürtel und das typische Aroma brackigen Mündungswassers kündigte die Ostseenähe an.

Mit der Überquerung der Klappbrücke nach Sobieszewo tauchte ich in eine andere Welt ein. Warmer Kiefernduft und weicher Nadelboden empfingen die Pneus. Ein kurzer Abstecher zum Strandaufgang Nr. 19 brachte die kühle Meeresbrise und das dumpfe Brandungsrauschen hinter den Küstendünen ganz nah heran.

Die Weiterfahrt zum Ostzipfel der Insel ist Gravel-Genuss pur: verträumte Nebenstraßen wechseln mit sandig-festen Waldwegen, begleitet von Möwengeschrei und dem Rauschen der Wipfel. In Przegalina an der Schleuse wurde die historische Meisterleistung des preußischen Wasserbaus greifbar, der den toten Flussarm vom reißenden Hauptstrom trennte.

Die Weite des Werders: Auf den Spuren der Mennoniten

Der Wechsel auf die Hochwasserschutzdeiche in Richtung Kiezmark (Käsemark) eröffnet eine fast ehrfurchtgebietende Polderlandschaft. Der Horizont scheint endlos, nur gegliedert von knorrigen Kopfweiden, Pappelreihen und historischen Vorlaubenhäusern. Stopps in Kiezmark nahe der Schnellstraße S7 und an der Wałowa-Straße boten prachtvolle Panoramablicke auf Polens größten Strom.

Die Route führte weiter ins Herz des Werders über Giemlice nach Steblewo (Stüblau). Obwohl der Höhenmesser Werte unter dem Meeresspiegel registrierte, wirkte der stetige Gegenwind wie eine unsichtbare Steigung. In Steblewo fesselt die monumentale Ruine der gotischen Peter-und-Paul-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, deren fensterlose Backsteinmauern einsam aus den Wiesen ragen.

Zurück zur Weichsel ging es an schnurgeraden Entwässerungsgräben entlang. Hier spielte das Gravelbike seine Stärken voll aus: souveränes Abrollen über rissigen Asphalt, feste Deichschotterbänder und gelegentliche Beton-Jumboplatten.

Rückkehr zum Strom: Der Durchstich von 1895

In Kiezmark erinnert ein Gedenkpunkt an der Kwiatowa-Straße an die Eröffnung des Weichseldurchstichs am 31. März 1895. Dieser kühne Bau verhinderte verheerende Eisverstopfungen und schützte Danzig vor Jahrhundertfluten. Vom Deichkamm beobachtete ich die gewaltigen Wassermassen auf ihrem direkten Weg in die Danziger Bucht.

Weiter ging es über Świbno entlang der Straßen Urwista und Akwenowa. An der Świbnieńska-Straße zog der Duft von frisch geräuchertem Fisch aus den Räuchereien der Fischerboote herüber. Über Wiślinka und die Sobieszewska-Straße klang der Tieflandabschnitt langsam aus, während die Beine bereits 90 Kilometer Arbeit spürten.

Finale auf die Moränenhügel: Der Schlussanstieg

Das Finale bot einen drastischen Kulissenwechsel. Nach stundenlangem Kurbeln in der Depression forderte die Rückkehr nach Danzig echte Kletterarbeit. Der Anstieg von Kilometer 105.7 bis 110.3 überwand knapp 100 Höhenmeter bei Spitzenwerten von 8% Steigung.

Auf dem höchsten Punkt bei 81 m ü. d. M. belohnte ein weiter Rückblick auf das flache, dunstige Delta für die Strapazen. Im Tal die weiten Wasserläufe, ringsum das vertraute Rauschen der Buchenmischwälder – der perfekte Abschluss einer kontrastreichen Tour.

Sehenswürdigkeiten entlang der Route

- Schleuse Przegalina: Denkmalgeschützte Schleusenanlage aus dem späten 19. Jahrhundert, die den Durchstich mit der Toten Weichsel verbindet.
- St.-Leszek-Kirche in Kiezmark: Kunstvoll gestaltete Fachwerk-Dorfkirche mit wertvoller barocker und volkstümlicher Innenausstattung.
- Kirchenruine in Steblewo: Eindrucksvolle Backsteinruine einer gotischen Dorfkirche aus dem 14. Jahrhundert, umgeben von alten Grabsteinen inmitten der weiten Polder.

Praxistipps: Kaffeepause, Wasser & Setup

- Kaffeepause & Proviant: Franciszka Rakoczego (km 1.1, 9 min Pause). Perfekt für einen schnellen Espresso und Snacks vor dem Verlassen der Danziger Innenstadtbezirke.
- Wasser und Verpflegung: Supermärkte in Sobieszewo, Kiezmark oder Świbno bieten zuverlässige Einkehrmöglichkeiten. Rastplätze auf den Deichkronen eignen sich hervorragend für Pausen.
- Reifenwahl: Gravel- oder Tourenrad mit 38–42 mm Pneus. Ausreichendes Reifenvolumen dämpft Fugen von Betonplatten und sorgt für Traktion auf Deichschotter.
- Navigation: Da die Tour einsame Wirtschaftswege und Deichkronen nutzt, ist ein GPX-Track auf dem Fahrradcomputer sehr ratsam.

❓

Häufig Gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour

Wie viel Zeit sollte man für die 111 km Runde einplanen?

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Die reine Fahrzeit liegt bei rund 5 Stunden. Mit Fotostopps am Strand, Pausen am Deich und Besichtigung der Kirchenruine empfiehlt sich ein Tagesfenster von 6 bis 7 Stunden.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Strecke?

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Besonders sehenswert sind die Naturschutzgebiete der Sobieszewo-Insel, die Schleuse Przegalina, die Fachwerkkirche Kiezmark und die Kirchenruine in Steblewo.

Welches Rad und welche Reifenbreite sind optimal?

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Ein Gravelbike mit ca. 40 mm breiten Tubeless-Reifen bietet die ideale Balance aus Schnelligkeit auf Asphalt und Fahrkomfort auf Deichschotter und Betonplatten.
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