Gravel GPX 🔄 Zuletzt aktualisiert: 6.10.2026 ✍️ Author: Mariusz Wolters (Nakręcone Rowerem) (Abenteuer- & Gravelradsport) 📅 Fahrtdatum: 8.08.2022 🚴 Fahrrad: Rose Backroad AL GRX 400 (2020) ⏱️ ~6 Min. Lesezeit 📄 1105 Wörter 🛡️ Geprüfter GPX-Track vom Radcomputer aufgezeichnet

Kaschubischer Schotter und antike Hügelgräber: Gravel-Runde von Stężyca zu den Steinkreisen von Węsiory

Streckenstart 📍 Gemeinde Stężyca, Pommern, Polen GPS: 54.2144°N, 18.0268°E
Ziel 🏁 Gemeinde Stężyca, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start) GPS: 54.2144°N, 18.0268°E
Streckentyp / Charakter Rundkurs (geschlossene Schleife) Rundkurs (geschlossene Schleife)

✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)

Distanz 40.9 km
Höhenmeter +329 m
Schwierigkeit Moderat (Mit Grundfitness gut machbar)
Ø Geschw. 19.3 km/h
Fahrzeit 2h 7m
Streckentyp Rundkurs (geschlossene Schleife)
Streckenstart Gemeinde Stężyca, Pommern, Polen
Ziel Gemeinde Stężyca, Pommern, Polen (Rückkehr zum Start)
⚡ Touren-Zusammenfassung: Entdecke die Kaschubische Seenplatte auf Schotterwegen. Von Stężyca über Niesiołowice, das historische Gotengräberfeld in Węsiory und Moränenkuppen auf 216 m ü. M. vereint diese Gravel-Runde einsame Kiefernwälder, saubere Rinnenseen und sportliche Hügel in Pommern, Polen.
📍 Offizieller GPS-Track • 40.9 km

GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer

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Gravel-Abenteuer durch das Herz der Kaschubischen Schweiz von Stężyca zu den geheimnisvollen Steinkreisen in Węsiory. Schnelle Waldschotterwege, Moränenpanoramen und uralte Archäologie auf 41 Kilometern.
📋 Inhaltsverzeichnis (8 Abschnitte)
  1. 1. Kaschubischer Schotter und antike Hügelgräber: Gravel-Runde von Stężyca zu den Steinkreisen von Węsiory
  2. 2. Die Tour auf einen Blick
  3. 3. Hinein in die Waldstille: Frühmorgendlicher Start von Stężyca nach Dubowo
  4. 4. Auf den Spuren der Goten: Die Steinkreise am Długie-See
  5. 5. Das Dach der Kaschubischen Schweiz: Aufstieg auf 216 m ü. M.
  6. 6. Rückrunde über Stężyca und Gołubie
  7. 7. Sehenswürdigkeiten an der Strecke
  8. 8. Praktische Hinweise: Einkehren, Wasser & Ausrüstung

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Kaszuby na gravelu: Czy Kamienne Kręgi w Węsiorach naprawdę mają energię?

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Interaktive GPS-Karte

Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten

Strava Profile ↗ 📥 trasa_7604366514_40.9km.gpx
Distanz 40.9 km
Höhenmeter +329 m
Ø Geschw. 19.3 km/h
Fahrzeit 2h 7m
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Streckenprofil & Bodenbelag

Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps

🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:

  • ✓ Archäologisches Reservat Steinkreise in Węsiory am Długie-See
  • ✓ Aussichtspunkt auf dem Moränenrücken auf 216 m ü. M. mit Blick über die Hügel
  • ✓ Schnelle Waldschotterpisten rund um Stężyca und Niesiołowice
  • ✓ Stimmungsvolle Rinnenseen: Oberer Raduńskie-See, Długie-See und Czarne-See
  • ✓ Traditionelle kaschubische Dörfer mit historischer Holzarchitektur

🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag

Vielseitige Gravelstrecke: überwiegend feste Forst- und Feldwege (ca. 58%), kombiniert mit verkehrsarmen Nebenstraßen (ca. 38%) und kurzen Waldpassagen. Welliges Profil der nacheiszeitlichen Moränenlandschaft der Kaschubischen Seenplatte mit kurzen, giftigen Anstiegen von bis zu 16% Steigung.

🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung

Optimal ist ein Gravelbike oder leichtes Hardtail-MTB. Reifenbreiten zwischen 40 und 45 mm mit Allround-Profil bieten verlässliche Traktion auf lockerem Waldboden und Sand bei geringem Rollwiderstand auf Asphalt. Etwas Kleingeld für den Eintritt ins Reservat in Węsiory einstecken.

📍 Ort — Polen

Gemeinde Stężyca, Pommern, Polen (PL) — 40.9 km, +329m.

⛰️ Interaktives Höhenprofil
Min: 156 m | Max: 216 m | Höhenmeter: +329 m
0.0 km 10.2 km 20.4 km 30.7 km 40.9 km

Kaschubischer Schotter und antike Hügelgräber: Gravel-Runde von Stężyca zu den Steinkreisen von Węsiory

Foto #1 der Radstrecke Kamienne Kręgi Węsiory Ride, 178 m ü.d.M., km 0. Nakręcone Rowerem, Datum: 08.08.2022, 17:50.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #1 (Streckenstart)
📍 Foto #1 (Streckenstart)

Die Morgenluft in der Kaschubei duftet nach feuchtem Moos, frischem Kiefernholz und der kühlen Frische eiszeitlicher Rinnenseen. Als ich mein Gravelbike frühmorgens in Stężyca ablud, lag der Obere Raduńskie-See spiegelglatt unter einer feinen Nebeldecke. Der Landschaftspark Kaschubei strahlt etwas Ursprüngliches aus: Moränenkuppen, dichte Nadelwälder und tiefe Schmelzwassertäler formen ein Relief, das man kaum eine Autostunde von der Ostsee entfernt vermuten würde. Ziel der heutigen Tour war nicht nur das Sammeln feiner Schotterkilometer, sondern ein magischer Ort: die mystischen Hügelgräber und Steinkreise der Goten in Węsiory.

Foto #2 der Radstrecke Kamienne Kręgi Węsiory Ride, 177 m ü.d.M., km 40.9. Nakręcone Rowerem, Datum: 08.08.2022, 18:07.
📷 Foto vergrößern 📍 Foto #2 (Streckenziel)
📍 Foto #2 (Streckenziel)

Knapp 41 Kilometer Schottergenuss lagen vor mir. Kamera im Rucksack, Zitrone im Bidon und Vorfreude auf die knackigen Moränensteigungen. Diese Runde verkörpert echtes Gravel-Abenteuer: ohne Hektik, getrieben von Neugier auf die nächste Waldkurve.

📋 Übersicht Streckenparameter
Parameter Daten
Distanz 40.9 km
Höhenmeter +329 m
Fahrzeit (netto) ~2h 7m
Bike Rose Backroad AL GRX 400 (2020)
Höchster Punkt / Aussicht 216 m ü. M. (km 26,5)
Königsetappe / Steilstück 0,3 km (+25 m, max. 16%)
Streckencharakter Gravel-Genussfahrt / Schneller Schotter und ruhige Landstraßen

Hinein in die Waldstille: Frühmorgendlicher Start von Stężyca nach Dubowo

Die ersten Kilometer dienten dem Warmfahren. Der Asphalt führte von Stężyca nach Süden, vorbei an gepflegten Höfen mit typisch kaschubischen Holzelementen. Autoverkehr gab es praktisch keinen. Hinter den letzten Häusern wich die Straße einer breiten Schotterpiste, die sich wie ein helles Band in den Fichten- und Kiefernwald schnitt. Das feine Prasseln kleiner Kieselsteine am Unterrohr und das Surren der Pirelli Cinturato Gravel M 700x45c Reifen ließen mich sofort in jenen meditativen Gravel-Rhythmus fallen.

Die Morgensonne drang durch die Baumkronen und zeichnete goldene Streifen auf den Boden. Sanfte Wellen erforderten leichten Druck aufs Pedal. Bei Kilometer 10 erreichte ich die Waldsiedlung bei Dubowo. Die Stille des Forsts und die klare Luft luden zur ersten kurzen Rast ein. Am Rastplatz Dubowo stellte ich das Rad kurz an eine Kiefer, trank einen Schluck und lauschte den Vögeln. Fernab der Hektik vergeht die Zeit in der Kaschubei gelassener.

Weiter ging es Richtung Niesiołowice auf feinstem pommerschem Schotter: fester Untergrund mit gelegentlichen Sandbänken, die die breiten Reifen problemlos überrollten. Das Auf und Ab forderte Aufmerksamkeit; die hydraulischen Shimano GRX BR-RX400 Scheibenbremsen ließen sich vor engen Kurven unter alten Buchen feinfühlig dosieren. Ein kurzer Halt in Niesiołowice bei Kilometer 17 bot Ausblick auf ein verträumtes Dorfbild vergangener Tage.

Auf den Spuren der Goten: Die Steinkreise am Długie-See

Ab Niesiołowice biegt die Route nach Nordwesten ab und nähert sich dem Highlight der Reise: Węsiory. Versteckt im Kiefernwald am Ufer des Długie-Sees liegt eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Mitteleuropas. Kurz vor dem Ziel passierte ich das Lokal '7 / chram' an der Jeziorna-Straße. Der Duft von Kaffee und Kräutern sowie die slawisch-nordische Gestaltung verliehen dem Ort ein besonderes Flair.

Ich stellte das Rad ab und betrat das Reservat der Steinkreise. Der Anblick ist faszinierend: mächtige Findlinge, formiert zu vollkommenen Ringen, umgeben Grabhügel aus der Zeit vor zweitausend Jahren. Angelegt wurden sie von den Goten und Gepiden, die im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. von Skandinavien Richtung Schwarzes Meer zogen. Neben Grabstätten dienten diese Steinkreise wohl als Thingplätze (Gerichtsversammlungen) sowie Himmelsbeobachtungsstätten.

Zurück am Rad an der Osiedlowa-Straße spürte ich den Kontrast des Reisens: Eben noch berührte man Steine aus der römischen Kaiserzeit, im nächsten Moment klickt man wieder in die Pedale für die nächsten Moränenhügel.

Das Dach der Kaschubischen Schweiz: Aufstieg auf 216 m ü. M.

Hinter Węsiory forderte das Terrain Tribut. Zwischen Kilometer 20 und 22 wartete das steilste Teilstück: ein kurzer, dreihundert Meter langer Stich mit bis zu 16% Steigung. Auf dem Rose Backroad AL rettete mich die bergtaugliche GRX-Übersetzung (30 Zähne vorne, 36 Zähne hinten), sodass ich im Sattel bleiben konnte. Das Stollenprofil biss fest in den losen Untergrund.

Die Belohnung folgte bei Kilometer 26,5 am höchsten Punkt der Tour auf 216 m ü. M. Der Wald wich weiten Wiesen und Hügelfeldern. In den Tälern blitzten die Wasserflächen eiszeitlicher Rinnenseen auf, am Horizont zeichneten sich die Erhebungen der Szymbark-Hügel ab. Bei einer frischen Brise versteht man, warum diese Region Kaschubische Schweiz genannt wird. Die Berge sind keine Hochalpen, doch die Reliefenergie und Weite sind beeindruckend.

Die Abfahrt bot puren Fahrspaß: Ein breiter Naturweg kurvte talwärts Richtung Stężyca. Auf Schotter kletterte die Tachonadel schnell über 45 km/h, wobei Steckachsen und Rahmen ruhige Spurstabilität garantierten.

Rückrunde über Stężyca und Gołubie

Das letzte Viertel verlief flacher. Bei Kilometer 31 erreichte ich erneut Stężyca und legte an der Jana-III-Sobieski-Straße eine 13-minütige Pause ein. Der Ort liegt idyllisch auf einer Landenge zwischen dem Oberen Raduńskie-See und dem Stężyckie-See. Ein Abstecher zur Promenade und Marina lohnt sich, um Segelboote auf dem Wasser zu beobachten.

Vor dem Tourende schlägt die Route noch eine Schleife nach Gołubie. Alte Eichen- und Lindenalleen spendeten am Nachmittag kühlen Schatten. Am Rastplatz Porucznik Józef Dambek in Gołubie pausierte ich kurz – benannt nach dem Partisanenführer der Organisation 'Gryf Pomorski', die sich einst in diesen dichten Wäldern versteckte.

Die letzten flachen Kilometer führten zurück zum Startpunkt. Bei 40,9 km stand die Tour im Kasten, während die Nachmittagssonne die Baumwipfel bernsteinfarben färbte. Eine Route mit allem: steile Rampen, flotter Waldschotter, uralte Gräber und weite Horizonte.

Sehenswürdigkeiten an der Strecke

  • ↳ Archäologisches Reservat Steinkreise in Węsiory (km 20,4): Gotisch-gepidisches Gräberfeld aus dem 1. bis 3. Jh. n. Chr. mit vier erhaltenen Steinkreisen und Erdhügeln im Kiefernwald am Długie-See. Das Rad am Eingang parken und den Lehrpfad zu Fuß erkunden.
  • ↳ Aussichtspunkt Moränenhügel bei Węsiory (km 26,5): Plateau auf 216 m ü. M. mit Weitblick über Rinnenseen und die hügelige Waldlandschaft der Kaschubei.
  • ↳ Oberer Raduńskie-See & Marina Stężyca (km 31,7): Großer Zungenbeckensee mit Seeuferpromenade, Bootsanlegern und Cafés.
  • ↳ Botanischer Garten in Gołubie (nahe km 39,2): Privater Garten mit über 6.000 Pflanzenarten, darunter seltene Gewächse der Kaschubei, nur einen kurzen Abstecher entfernt.

Praktische Hinweise: Einkehren, Wasser & Ausrüstung

  • ↳ Kaffeepause & Verpflegung: Uriger Zwischenstopp bei 7 / chram (km 20,4, Węsiory) vor dem Reservat für Heißgetränke und Snacks. Der Rastplatz Dubowo (km 10,5) eignet sich für mitgebrachte Riegel im Wald.
  • ↳ Wasser und Einkaufen: Lebensmittelgeschäfte gibt es in Stężyca und Węsiory. Überdachte Bänke stehen am Reservatseingang und an der Seepromenade Stężyca bereit.
  • ↳ Fahrrad- und Reifenwahl: Ideal ist ein Gravelbike oder leichtes Cross-Country-MTB. Reifenbreiten von 40–45 mm mit solidem Allroundprofil meistern sowohl Asphalt als auch weichere Sandpassagen sicher.
  • ↳ Navigation: Das Wegenetz im Forst ist verzweigt, das Mobilfunknetz stellenweise schwach. Es wird dringend empfohlen, den GPX-Track vorab auf den Radcomputer zu laden.
❓

Häufig Gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour

Wie viel Zeit sollte man für die Tour einplanen?

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Die reine Fahrtzeit beträgt ca. 2 Stunden und 10 Minuten. Insgesamt empfiehlt es sich, 3,5 bis 4,5 Stunden einzuplanen, um die Steinkreise in Węsiory zu besichtigen und Aussichtspunkte sowie Kaffeepausen zu genießen.

Welche Highlights liegen an der Route?

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Zu den Höhepunkten zählen das Archäologische Reservat Steinkreise in Węsiory, der Panoramablick auf 216 m ü. M., die Seepromenade in Stężyca sowie die dichten Kiefernwälder bei Dubowo.

Welches Fahrrad und welche Reifen sind optimal?

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Ein Gravelbike oder leichtes Hardtail-MTB ist ideal. Reifen zwischen 40 und 45 mm Breite mit Allround-Schotterprofil bieten optimalen Grip auf Sand und geringen Rollwiderstand auf Asphalt.

Kostet der Eintritt zu den Steinkreisen in Węsiory etwas?

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In der Sommersaison wird am Reservat eine geringe Schutzgebühr erhoben. Fahrräder werden am Eingang an den Fahrradständern abgestellt oder vorsichtig auf dem Rundweg geschoben.
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