Die Kaschubische Schweiz auf dem Gravelbike: Schotter-Rundkurs um Stężyca und die Riewender Seen
✨ Wichtigste Streckeninfos (Quick Facts)
GPX-Route für Garmin, Wahoo, Komoot und andere Fahrradcomputer
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- 1. Die Kaschubische Schweiz auf dem Gravelbike: Schotter-Rundkurs um Stężyca und die Riewender Seen
- 2. Die Tour auf einen Blick
- 3. Aufbruch: Morgendliche Ruhe der Moränentäler
- 4. Durch Geschichte und Legenden: Węsiory, Przewóz und kaschubische Weite
- 5. Das Finale: Die Steilwand bei Nowe Czaple und das 241-Meter-Panorama
- 6. Entspannter Ausklang: Abfahrt nach Stężyca
- 7. Sehenswürdigkeiten an der Strecke
- 8. Praktische Hinweise: Wasser, Einkehr und Ausrüstung
▶ Strecken-Video & YouTube-Vlog
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YouTube HD@nakrecone-rowerem • Radsport, Gravel & Berge
Przetestowałem Rose Backroad AL na Kaszubach! [GoPro 11]
Interaktive GPS-Karte
Präziser GPX-Routenverlauf mit Wegpunkten
Streckenprofil & Bodenbelag
Bodenbeschaffenheit, Streckenprofil und Ausrüstungstipps
🏆 Highlights & Sehenswürdigkeiten:
- ✓ Malerische Ausblicke auf den Oberen Riewender See (Jezioro Raduńskie Górne) und den Langensee (Jezioro Długie)
- ✓ Historische Steinkreise der Goten in Węsiory und das Tal der Radaune
- ✓ Moränen-Gipfelpunkt auf 241 m ü. d. M. mit weitem Panoramablick
- ✓ Schnelle, feine Schotterpisten durch die Buchen- und Kiefernwälder des Kaschubischen Landschaftsparks
🛣️ Streckenprofil & Bodenbelag
Die Route kombiniert feste, glatte Forst- und Feldschotterwege mit verkehrsarmen, gut asphaltierten Nebenstraßen. Gelegentliche kurze Passagen aus Beton-Spurbahnplatten (Jumbo-Platten) und Waldwegen. Typisches Moränenprofil: dynamische, kurze Steilrampen und flüssige Abfahrten.
🚴 Empfohlenes Bike & Ausrüstung
Ein Gravelbike mit 40–45 mm Reifenbreite bietet den perfekten Kompromiss aus Rollwiderstand auf Asphalt und Grip auf sandigen Wald- und Schotterabschnitten. Ein Tubeless-Reifendruck von ca. 2,0–2,3 bar sorgt für optimale Traktion und Dämpfung.
📍 Ort — Polen
Gemeinde Stężyca, Pommern, Polen (PL) — 45.8 km, +427m.
Die Kaschubische Schweiz auf dem Gravelbike: Schotter-Rundkurs um Stężyca und die Riewender Seen
Die Morgenluft über dem Oberen Riewender See duftet nach frischem Schilf und kühlem Kiefernwald. Während die ersten Sonnenstrahlen den Nebel über den glazialen Rinnen durchbrechen, erwacht Stężyca im Herzen der Kaschubischen Seenplatte langsam zum Leben. Hier beginnt eine Schotterrunde, die sich tief ins Gedächtnis jedes Radfahrers einprägt. Statt hochalpiner Pässe bietet das Moränenrelief der Kaschubischen Schweiz ein ständiges Spiel aus Licht, tiefblauem Seewasser und endlosen Schotterbändern durch dichte Wälder. Hektik hat hier keinen Platz – es zählt die pure Entdeckung einer von Gletschern geformten Landschaft.
| Parameter | Daten |
| Distanz | 45.8 km |
| Höhenmeter | +427 m |
| Reine Fahrzeit | ~2h 26m |
| Eingesetztes Bike | Rose Backroad AL GRX 400 (2020) |
| Höchster Punkt / Panorama | 241 m ü. d. M. (km 41,8) |
| Königsetappe (Schlüsselanstieg) | 0,4 km (+58 hm, max. 28%) |
| Streckencharakter | Malerische Entdeckertour / Flüssiger Schotter und ruhige Nebenstraßen |
Aufbruch: Morgendliche Ruhe der Moränentäler
Die ersten Pedalumdrehungen führen durch die noch stillen Straßen von Stężyca. Schon nach wenigen hundert Metern weichen die Häuser weiten Feldern, die nahtlos an dunkle Nadelwälder grenzen. Mein Rose Backroad AL GRX 400 rollt geschmeidig über schmalen Asphalt, bevor es auf die erste, perfekt verdichtete Schotterpiste abbiegt. Die Pirelli Cinturato Gravel M 700x45c Reifen greifen mit leisem Surren in den feuchten Untergrund und vermitteln sofortige Stabilität.
Bei Kilometer 6 halte ich für eine kurze Rast an der Jana-III-Sobieski-Straße in Stężyca. Drei Minuten genügen, um den Ausblick auf den schimmernden See zu genießen und die Windweste zu schließen. Die Morgenluft in Polen ist kühl und glasklar.
Der Weg schlängelt sich in sanften Kurven tiefer in den Wald hinein. Die Sonne steigt empor und wirft lange Schatten der Kiefern auf den hellen Kies. Der Schotter ist hier tischeben – perfekt, um im Rhythmus Druck auf das Pedal zu bringen, ohne Tempo einzubüßen.
Durch Geschichte und Legenden: Węsiory, Przewóz und kaschubische Weite
Weiter geht es Richtung Südwesten nach Węsiory. Diese Gegend ist reich an Geschichte: Einst errichteten die Goten hier geheimnisvolle Steinkreise und Grabhügel. Nahe dem Langensee nehme ich Tempo heraus. Bei Kilometer 14 stoppe ich am Punkt „7 / chram“ an der Jeziorna-Straße. Eine dreiminütige Pause am Rand des Naturschutzgebiets lässt das besondere Mikroklima wirken – frisches Moos, feuchte Rinde und die Kühle des Wassers.
Von dort schlägt die Schleife einen Bogen nach Nordosten über einsame Wirtschaftswege nach Przewóz. Vorbei an traditionellen kaschubischen Gehöften, geschnitzten Wegkreuzen und kleinen Waldtümpeln zeigt sich die Landschaft abwechslungsreich. Die Moränenlandschaft fordert die Beine: Flachstücke wechseln sich stetig mit knackigen Steigungen ab.
Bei Kilometer 33 erreiche ich Przewóz an der Straße 228. Hier lege ich mit dreizehn Minuten die längste Pause ein. Zeit für einen Riegel, frisches Wasser und den Blick auf das dörfliche Leben an der Radaune.
Das Finale: Die Steilwand bei Nowe Czaple und das 241-Meter-Panorama
Hinter Przewóz wird das Relief spürbar rauer. Bei Kilometer 37 nutze ich die Raststelle in Nowe Czaple, um vor dem steilsten Abschnitt nochmals kurz durchzuatmen.
Zwischen Kilometer 39 und 40 wird der Waldweg zur echten Härteprüfung: Auf nur 400 Metern Streckenlänge sind 58 Höhenmeter zu bezwingen – in der Spitze klettert die Steigung auf brutale 28 Prozent. Die 45 mm breiten Reifen krallen sich zuverlässig in Schotter und feuchte Wurzeln und verhindern ein Durchdrehen des Hinterrads. Oben angekommen, belohnt der Gipfelpunkt der Tour auf 241 m ü. d. M. (km 41,8) jede Anstrengung.
Das Panorama ist Kaschubische Schweiz in Reinform: Ein Meer aus bewaldeten Hügelkuppen, durchzogen von den schmalen Linien der Riewender Seen. Tief unten ziehen Segelboote lautlos über den Oberen Riewender See.
Entspannter Ausklang: Abfahrt nach Stężyca
Nach dem steilen Aufstieg wartet die Belohnung: Eine flotte Abfahrt auf geschwungenem Schotter am Waldrand. Das Bike läuft ruhig, die breiten Reifen bügeln feine Bodenwellen problemlos glatt.
Die letzten Kilometer führen entspannt zurück nach Stężyca. Die Nachmittagssonne fällt auf alte Holzzäune, Heugeruch liegt in der Luft. Nach 45,8 Kilometern schließt sich die Runde. Die Höhenmeter stecken angenehm in den Beinen, während der Kopf frei von Hektik ist.
Sehenswürdigkeiten an der Strecke
- ↳ Steinkreise von Węsiory (nahe km 14): Gotische Gräberfelder aus dem 1.–3. Jahrhundert n. Chr. Die im Kiefernwald am See verborgenen Steinkreise gelten als mystischer Kraftort.
- ↳ Oberer und Unterer Riewender See: Herzstück der kaschubischen Rinnenseen, verbunden durch die Radaune. Die Uferpromenade in Stężyca lädt zum Verweilen ein.
- ↳ Aussichtspunkt bei Nowe Czaple (km 41,8): Eine der schönsten Moränenkuppen der Schömberger Höhen westlich des Turmbergs (Wieżyca) mit weiter Rundumsicht.
Praktische Hinweise: Wasser, Einkehr und Ausrüstung
- ↳ Kaffeepause & Stopps:
- ↳ - Jana III Sobieskiego (km 6,1, Stężyca): Ideal für einen schnellen Espresso mit Seeblick.
- ↳ - 7 / chram (km 14,0, Węsiory): Idyllischer Rastplatz am Rand des Steinkreis-Areals.
- ↳ - 228 (km 33,3, Przewóz): Ruhiger Punkt im Ortszentrum vor dem steilen Schlussanstieg.
- ↳ Wasser und Unterstände: Eine Schutzhütte befindet sich bei km 37,1 in Nowe Czaple. Verpflegung gibt es in den Dorfläden in Stężyca, Węsiory und Przewóz.
- ↳ Fahrrad & Reifen: Gravelbike oder Hardtail-MTB mit 40–47 mm Reifenbreite. Ein griffiges Allround-Profil mit niedrigem Luftdruck garantiert Traktion in Sand und Steilstücken.
- ↳ Navigation: Wegen vieler Abzweigungen im Wald empfiehlt sich ein GPS-Gerät mit geladenem GPX-Track; der Mobilfunkempfang kann in tiefen Rinnen schwanken.
Häufig Gestellte Fragen (FAQ)
Alles Wissenswerte vor dem Start der Tour
Wie viel Zeit sollte man für die Runde einplanen?
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Welche Highlights liegen direkt an der Route?
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Welches Rad und welche Reifen sind optimal?
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